Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, steht am Sitz seiner Behörde in Bonn. Was er dort angekündigt hat, kommt in Lünen, dem Unternehmenssitz von Remondis, gar nicht gut an.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, steht am Sitz seiner Behörde in Bonn. Was er dort angekündigt hat, kommt in Lünen, dem Unternehmenssitz von Remondis, gar nicht gut an. © picture alliance/dpa
Wirtschaft

Remondis im Visier des Chefs des Bundeskartellamtes: Vormacht erkauft?

Wenn es um Abfall geht, ist ein Unternehmen bundesweit Marktführer: Remondis. An dieser Vormachtstellung will jetzt das Bundeskartellamt rütteln. Der Global Player aus Lünen wehrt sich heftig.

Mehr weltweiter Wohlstand führt zu immer mehr Müll: ein Riesengeschäft – zumal es längst nicht mehr um das Sammeln und Entsorgen geht. Abfall gilt als längst als wertvoller Rohstoff für den Weltmarkt. Remondis, der deutsche Marktführer und zugleich einer der größten Verwerter weltweit, recycelt und vermarktet nach eigenen Angaben 30 Millionen Tonnen Wertstoffe – Tendenz steigend. Denn das Familienunternehmen aus Selm, das seine Unternehmenszentrale in Lünen hat, ist auf beständigem Wachstumskurs. Dem wollen die deutschen Wettbewerbshüter jetzt Einhalt gebieten. Remondis sieht darin eine einseitige Betrachtung des Marktes und will sich wehren.

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Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe

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