Remondis-Pressesprecher erklärt unterschiedliche Müllgebühren

SELM Alle Jahre flammt in Selm die Diskussion über die Höhe der Abfallgebühren auf, wenn die kreiseigene Abfallwirtschaftsgesellschaft (GWA) die Gebühren der unterschiedlichen Abfallgefäße der Städte und Gemeinden bekannt gibt. "Die Bürger fragen sich natürlich dann, warum es hohe Unterschiede bei den Gebühren gibt", so Remondis-Pressesprecher Michael J. Schneider in einem Gespräch mit unserer Zeitung und versucht die Zusammenhänge zu erläutern.

von Von Theo Wolters

, 08.01.2009, 18:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Remondis-Pressesprecher Michael J. Schneider.

Remondis-Pressesprecher Michael J. Schneider.

"Es ist aber ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen." Man müsse bedenken, dass unterschiedliche Leistungen in die Gebühren eingerechnet werden. Sperrmüll und Litermaß

So gebe es in Selm zweimal jährlich eine kostenlose Sperrmüllabfuhr. Schneider: "Die Abfallgebühren werden auf das separate Litermaß des Abfallgefäßes berechnet."

Dies geschehe mit und auch ohne Grundgebühr. Aufgrund der Siedlungsstruktur würden in Selm zumeist 60-Litergefäße im Einsatz sein. In anderen Städten seien es in der Mehrheit 120-Litergefäße. "Interessant ist die Betrachtung der Jahresgebühren für das häufigste Gefäß im Kreis Unna." Gemeint seien die 120-Liter-Restmüll und -Biotonne.

"Unter Berücksichtigung der Wertstoffhofnutzung und einer drei Kubikmeter Sperrmüllmenge sind die kleineren Städte wie Bönen mit 505 , Holzwickede 468 und Fröndenberg mit 467 am teuersten." In Selm seien dies 447. Der Pressesprecher erklärt, wie sich die Kosten zusammensetzen: "Die Sammlungskosten betragen 35%, ca. 55% entstehen durch die Entsorgungskosten des Kreises." Zudem betragen die Verwaltungskosten der jeweiligen Städte 10 %.Vergleich mit Werne

Immer wieder wird in Selm die Frage gestellt, warum es nicht eine europaweite Ausschreibung wie in Werne gegeben habe. "Der Rat hätte dann den Vertrag mit Remondis zum 31. Dezember 2009 bis zum 31. Dezember 2008 kündigen müssen", so der Pressesprecher. Der Rat hat dies bekanntlich nicht getan, auch im Hinblick auf die geplante Gründung von Wirtschaftsbetrieben.

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