Schluss: Edeka gibt in Bork nach 18 Jahren auf

Konkurrenz zu groß

Der Konkurrenzdruck sei zu groß - der Edeka-Markt an der Kreisstraße in Bork wird zum Jahresende seine Türen schließen. Der Betreiber versucht nun mit Hochdruck, seine 26 Mitarbeiter in anderen Märkten unterzubringen. Wann der Lebensmittelladen seine Türen schließt und ob es schon einen Nachfolger gibt, erfahren Sie hier.

BORK

, 10.10.2017 / Lesedauer: 3 min
Schluss: Edeka gibt in Bork nach 18 Jahren auf

In drei Monaten sind die Türen hier zu: Der Edeka in Bork schließt.

Vor dem Jahreswechsel wird der Edeka-Markt in Bork zum letzten Mal für die Kunden öffnen. Nach 18 Jahren am Standort an der Kreisstraße 286 in der Ortsmitte müssen sich die Kunden eine andere Einkaufsmöglichkeit suchen. Gerüchte gab es schon länger, bei vielen Borkern hat sich die Nachricht von der geplanten Schließung schnell verbreitet. Am Dienstag bestätigte dann auch der Betreiber Uwe Tomaszik das Aus.

Konkurrenz durch Lidl und Rossmann

Als Grund nennt Tomaszik die Konkurrenz durch Lidl und Rossmann. Seit der Discounter und der Drogeriemarkt Anfang August ihre Türen öffneten, sei in seinem Edeka der Umsatz um 20 Prozent gesunken. „Das kann man auf Dauer nicht verkraften“, sagt Tomaszik. Lidl und Rossmann in Kombination deckten so viele Warengruppen ab, da könne ein eher kleiner Supermarkt auf 800 Quadratmetern nicht gegenhalten.

Wer bereits mit dem Auto bei Lidl und Rossmann einkaufen war, fährt danach nicht mehr nach Bork herein, sei seine Erfahrung, erzählt der Betreiber.

Viele Kunden haben die Neuigkeit am Dienstag schon vernommen – und sind enttäuscht. Gerade um die Fleischtheke tut es einer älteren Dame leid. So etwas gebe es in anderen Geschäften in Bork sowie auch beim Discounter nicht.

Einige Kunden denken auch an ältere Borker, die es nun weiter bis zur nächsten Einkaufsgelegenheit haben. Im Internet äußern viele Borker Mitgefühl für die Mitarbeiter, die nun in Bork ihre Arbeitsstelle verlieren.

Um die 26 Mitarbeiter kümmere er sich aktuell mit Hochdruck, sagt Uwe Tomaszik am Dienstag. Die Mitarbeiter sollen bei anderen Edeka-Filialen unterkommen. „Das liegt uns am Herzen.“ 70 Prozent seiner Angestellten hätten bereits eine neue Arbeitsstelle – meist sogar nahtlos ab dem neuen Jahr. „Die restlichen Mitarbeiter bekommen wir auch noch unter“, da ist Tomaszik zuversichtlich. Auch der Betreiber selbst muss sich beruflich neu aufstellen. Für ihn gehe es wohl zurück in ein Angestelltenverhältnis bei Edeka, sagt Uwe Tomaszik.

Nachnutzung ist noch unklar

Bürgermeister Mario Löhr erklärte auf Anfrage, er habe schon länger gewusst, dass der Vertrag zum Jahresende gekündigt sei. „Ich bedaure die Schließung. Ich hoffe aber, dass es dem Eigentümer des Gebäudes gelingt, eine Nachfolgenutzung im Lebensmittelbereich zu erreichen“, so der Bürgermeister.

Ob der Eigentümer des Gebäudes, die Wohnungsgenossenschaft (WBG) Lünen einen neuen Lebensmittelmarkt ansiedeln will, oder ob das Gebäude anderweitig genutzt wird, war am Dienstag nicht mehr zu erfahren. Auch was mit dem Untermieter, der Bäckerfiliale Büsch passiert, dazu war die Edeka-Handelsgesellschaft Rhein Ruhr nicht zu erreichen. Das Unternehmen Büsch selbst wollte sich dazu nicht äußern.

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