Schülerin aus Cappenberg reist nach Neuseeland

Für drei Monate

18.300 Kilometer liegen zwischen Cappenberg im Münsterland und Nelson in Neuseeland. Diese Strecke legt Eva Grotefels an diesem Wochenende zurück. Drei Monate lang geht die 14-Jährige auf der anderen Seite der Welt zur Schule.

CAPPENBERG

, 10.07.2015, 12:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schülerin aus Cappenberg reist nach Neuseeland

Eva Grotefels fliegt für drei Monate nach Neuseeland und freut sich auf viele spannende Erfahrungen.

Es ist eine lange Flugreise: erst von Düsseldorf nach Frankfurt, dann weiter nach Singapur, Auckland und Wellington in Neuseeland. Nach 26 Stunden Flugzeit wird Eva Grotefels ankommen. Dann beginnen für die Zehntklässlerin des St.-Christophorus-Gymnasiums in Werne drei spannende Monate im Ausland.

„Ich hatte schon ganz lange diesen Wunsch, ins Ausland zu fahren“, sagt Eva Grotefels. Mitte Februar hat sie sich bei drei Organisationen beworben, die solche Reisen organisieren.

Alle drei sagten zu. Eva Grotefels entschied sich für Neuseeland. „Das reizt mich total“, sagt die 14-Jährige. Die Leute sollen dort nett und offen sein, die Landschaft faszinierend. Auch das Schulsystem in Neuseeland passe super zu dem in Deutschland, sagt Eva Grotefels. Denn die Schulpflicht gilt für sie auch in Neuseeland.

Erst eine Woche in der Hauptstadt

Nach einer Einführungswoche in der Hauptstadt Wellington auf der Nordinsel Neuseelands, in der sie etwas über Sprache, Land und Leute lernt, zieht Eva zu ihrer Gastmutter nach Nelson. Die Stadt liegt im Norden der Südinsel. Mit ihrer Gastmutter hat die Schülerin schon viel übers Internet telefoniert und geschrieben.

Die nette Gastmutter nimmt ihr die Angst vor dem Unbekannten. Deshalb glaubt Eva Grotefels auch nicht, dass sie in den drei Monaten Deutschland vermissen wird. Vielleicht Freunde und Familie etwas. Aber dafür gibt es ja moderne Medien. Per Skype und Textnachrichten lässt sich viel erzählen.

In einer anderen Stadt geht es in die Schule

Sogar auf die Schule freut sich die 14-Jährige. Die Fächer dort seien beeindruckend. Sie hat Meeresbiologie und Outdoor-Education, eine Art Überlebensunterricht im Freien in einem Naturschutzgebiet, gewählt. Der Unterricht in Neuseeland sei „viel mehr auf Talente und Interessen ausgerichtet“ als auf pure Bildung wie in Deutschland, findet die Schülerin.

Ein paar Tage Urlaub von der Schule kann Eva Grotefels auch nehmen. Dann will sie die Städte Auckland oder Christchurch besuchen. Auch mit der Schule wird es einen Ausflug geben: zum Skifahren. Denn in Neuseeland ist gerade Winter. „Der kälteste Winter ihres Lebens“, hat die Gastmutter der Schülerin erzählt. Mit sechs bis acht Grad. Dass sie das gegen den Sommer tauscht, findet Eva Grotefels nicht schlimm. „Das, was ich da erlebe, kann ich dafür eintauschen.“

Bei so vielen neuen Eindrücken wird ihr die Trennung von Familie und Freunden nicht schwerfallen, glaubt Eva Grotefels. Vielleicht eher der Abschied von Neuseeland in drei Monaten. 

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