Selmer Gebäudereiniger registriert verstärkte Nachfrage - und besondere Interessen

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Im Kampf gegen das Coronavirus hilft vor allem eines: Hygiene. Häufiges Händewaschen mit Seife tötet die Erreger. Doch auch Flächen zu desinfizieren, ein großes Thema, sagt Wolfgang Schlinke.

Selm

, 10.03.2020, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wolfgang Schlinke betreibt in Selm ein Reinigungsunternehmen mit rund 300 Mitarbeitern, das schwerpunktmäßig in NRW, Niedersachsen, Thüringen und dem Raum Kassel für Gebäudereinigungen beauftragt wird. Seit 25 Jahren ist er mit der eigenen Firma am Markt, seit 40 Jahren in der Branche tätig. „Im Moment ist schon ein Hype da, dass wir als Sonderleistung gebucht werden“, bestätigt er eine derzeit außergewöhnlich große Nachfrage.

Reinigungsprofi spürt wieder einmal einen Hype

„Für mich war und ist sauber immer sauber“, sagt der Reinigungsprofi, die Themen Hygiene und Sauberkeit seien für ihn nicht neu, „doch die Kunden sind derzeit besonders sensibilisiert.“ Ihn erinnert die aktuelle Situation ein wenig an eine Zeit vor einigen Jahren, als das Norovirus um sich griff. „Da wurden wir von Bus-Unternehmen gebeten, die Haltestangen und -griffe und auch die Sitze zu desinfizieren.“ Und auch dieses Mal ginge es wieder nicht nur ums Putzen und intensive Reinigen. „Es wird oft gewünscht, dass wir tatsächlich desinfizieren“, erklärt er - und dabei achteten die Kunden auch darauf, dass mit einem Reinigungsmittel gearbeitet werde, das beim Robert-Koch-Institut für den Einsatz gegen Corona gelistet ist.

Türklinken, Handläufe und Lichtschalter haben Vorrang

„Wir werden jetzt besonders gebeten, Türklinken und Lichtschalter oft zu reinigen. In einem Großobjekt habe ich eine Tageskraft, die nichts anderes mehr macht als Sanitäranlagen, Klinken, Geländer und Griffe zu putzen“, schildert Schlinke, dass sich die Kundenwünsche verlagert haben. Die Sauberkeit von Dingen, die mit den Händen berührt werden, ist für viele im Moment scheinbar wichtiger als geputzte Treppenstufen und Fußböden.

Eine vom Gesundheitsamt wegen Corona stillgelegte Einrichtung mussten Schlinkes Mitarbeiter bis jetzt noch nicht reinigen und desinfizieren. Bis jetzt wird für und im laufenden Betrieb geputzt, „vom Autohaus bis zum Zahnlabor“, beschreibt Schlinke seinen Kundenstamm. Doch besonders hoch sei im Moment die Reinigungs-Frequenz in Arztpraxen, Fitnessstudios und Bürogebäuden. „Die Anfragen kommen verstärkt“, beobachtet Schlinke. „Da sollen wir oft auch sechsmal pro Woche kommen.“

Noch kein Engpass bei Reinigungs- und Desinfektionsmitteln

Der Nachfrage gerecht zu werden, ist für Schlinke kein Problem, vor allem nicht mit Blick auf vorhandene Putz- und Desinfektionsmittel. „Wir haben da keine Engpässe“, sagt Schlinke, denn ein Großbetrieb wie seiner hat natürlich ein entsprechendes Lager. „Die Mittel haben ja auch ein Haltbarkeitsdatum“, erklärt er, dass er immer welche vorrätig habe.

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