Selm gedachte der Opfer von Krieg und Gewalt

Zum Volkstrauertag

Wie gefährlich nah Tod und Terror den Menschen in Europa wieder gekommen sind, zeigte sich am Sonntag eindrücklich: Der Volkstrauertag fiel zusammen mit dem Jahrestag der Terroranschläge in Paris. Diesen und allen Toten der Kriege gedachte auch Selm am Sonntag.

SELM

, 13.11.2016, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Selm gedachte der Opfer von Krieg und Gewalt

Vertreter verschiedener Vereine, Verbände und Gruppen nahmen an der Gedenkveranstaltung statt.

 „Heute schließen wir alle Menschen in unsere Gedanken und Gebete ein, die ihr Leben nicht zu Ende leben konnten“, sagten während der Gedenkveranstaltungen in Selm, Cappenberg und Bork alle Redner übereinstimmend.

Bürgermeister Mario Löhr, der vor dem Ehrenmal am Cappenberger Friedhof einen Kranz niederlegte, hielt die gleiche Rede wie seine Stellvertreter der Jutta Steiner in Selm und Wolfgang Völxen in Bork. „Viele hatten gehofft, dass 55 Millionen Menschenleben, die im Zweiten Weltkrieg ausgelöscht wurden, genug für alle Zeit sind“, hieß es in dieser Ansprache. Doch seit 1945 seien in mehr als 200 Kriegen und Bürgerkriegen – besonders aktuell der blutige Bürgerkrieg in Syrien – weitere Millionen von Toten zu beklagen.

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Gedenken zum Volkstrauertag in Selm

Wie gefährlich nah Tod und Terror den Menschen in Europa wieder gekommen sind, zeigte sich am Sonntag eindrücklich: Der Volkstrauertag, an dem Deutschland bundesweit der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedenkt, fiel zusammen mit dem Jahrestag der Terroranschläge in Paris. „Heute schließen wir alle Menschen in unsere Gedanken und Gebete ein, die ihr Leben nicht zu Ende leben konnten“, sagten während der Gedenkveranstaltungen in Selm, Cappenberg und Bork alle Redner übereinstimmend.
13.11.2016
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Beim Einzug in die Friedenskirche.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Feuerwehr begleitete das Gedenken.© Foto: Sylvia vom Hofe
Bürgermeisterin Jutta Steiner sprach.© Foto: Sylvia vom Hofe
Vertreter verschiedener Vereine, Verbände und Gruppen nahmen an der Gedenkveranstaltung statt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Wie in Selm gedachten bundesweit die Menschen den Kriegsopfern.© Foto: Sylvia vom Hofe
Selbst der sonst über die B236 rauschende Verkehr schwieg.© Foto: Sylvia vom Hofe
Schweigen herrschte bei der Kranzniederlegung.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Steiner und Hans Wöste vom Sozialverband VdK, der sich auch als Lobby der Kriegsopfer versteht, legten einen Kranz nieder.© Foto: Sylvia vom Hofe
Für den Verkehr war die Kreisstraße während der Gedenkveranstaltung gesperrt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Feuerwehr war mit zahlreichen Mitgliedern verttreten - sowohl am Mahnmal als auch in der Friedenskirche.© Foto: Sylvia vom Hofe
Frackelträger der Feuerwehr hielten die Ehrenwache.© Foto: Sylvia vom Hofe
Vom Mahnmal gegen den Krieg ging es zur Friedenskirche.© Foto: Sylvia vom Hofe
An dem gemeinsamen Gang zur Friedenskirche haben nicht nur Vereinsvertreter teilgenommen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Friedenskirche war Ziel des Trauerzugs.© Foto: Sylvia vom Hofe
Mit einer Andacht in der Friedenskirche endete das Gedenken.© Foto: Sylvia vom Hofe
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Nicht nur die offenen Kampfhandlungen beklagten die Redner: „Wir müssen rechtzeitig erkennen, wenn Bürgerrechte ausgehöhlt und Menschenrechte mit Füßen getreten werden“, mahnten sie. Frieden – sowohl der zwischenstaatliche als ach der innergesellschaftliche – lasse sich nur erhalten, „wenn wir aktiv für ihn eintreten“. In diesem Zusammenhang sprachen die Redner auch die Flüchtlinge an: „Leicht hat es sich wahrscheinlich keiner von ihnen gemacht, sein Land oder vielleicht sogar seine ganze Familie zu verlassen.“ Deshalb sollten sie gute Aufnahme finden.

In Selm zogen die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung nach der Kranzniederlegung am Mahnmal gegen den Krieg an der Kreisstraße gemeinsam zur Friedenskirche. Diakon Harald Schäfer und Pfarrer Claus Themann mahnten die Besucher dort, nicht aufzuhören, sich von menschlichem Leid berühren zu lassen, „denn nur so lösen wir uns von Streit und Zorn“ so Themann. Verzeihung sei der einzige Weg, Hass zu überwinden und Frieden – auch inneren Frieden – zu finden. 

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