Selm hat zu wenige Plätze im Offenen Ganztag

Mehr Anmeldungen als Plätze

Der Offene Ganztag (OGS) an den Selmer Grundschulen wird bei den Eltern beliebter. So beliebt, dass er an einigen Schulen in diesem Jahr überlaufen ist. Erstmals gibt es für das Schuljahr 2017/18 mehr Nachfrage als OGS-Plätze zur Verfügung stehen. Aufstocken ließen sich die Plätze aber kaum. Es fehlen Räume.

SELM

, 15.03.2017, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Moment fragt die Stadtverwaltung bei den Eltern ab, wie dringend die Betreuung gewünscht ist. Besonders an der Overbergschule laufen Nachfrage und Angebot auseinander: Auf 84 OGS-Plätze kommen nach Angaben der Stadtverwaltung 100 Anmeldungen und sieben weitere nach Anmeldeschluss.

Eng wird es auch bei der Grundschule Auf den Äckern in Cappenberg: Auf 28 Plätze kommen 32 Anmeldungen. Anders dagegen sieht es bei der Äckernschule in Bork aus, dort gibt es 70 Plätze und 57 Anmeldungen. An der Ludgerischule sind es 70 Plätze und 51 Anmeldungen.

Eltern bekommen Post von der Verwaltung

Nun seien die Eltern gefordert, sagte Beigeordnete Sylvia Engemann am Montag im Schulausschuss. Sie haben von der Verwaltung Post bekommen. Die Eltern sollen die Notwendigkeit für die OGS-Betreuung angeben und belegen. Sieben Kriterien will die Stadt heranziehen, um eine Rangfolge der Bewerber zu erstellen. Von „alleinerziehend und beruflich bedingt auf einen OGS-Platz angewiesen“ über „beide Elternteile beruflich bedingt auf einen Platz in der OGS angewiesen“ und „Geschwisterkind wird/ist für OGS angemeldet“ und verschiedene Betreuungszeiten.

Platzbedarf ist schwer vorauszusehen

Die OGS werde generell beliebter, sagt Lothar Kirchner, Pressesprecher und Vorstandsmitglied des Vereins Ganz Selm, der für die OGS zuständig ist. Den Platzbedarf für die Schulen vorauszusagen, sei schwer. „Es schwankt sehr und es ist schwer, das auszugleichen“, so Kirchner.

Die freien Plätze mit Kindern anderer Schulen zu füllen, gehe nicht so einfach, sagt Lothar Kirchner. Es würde einen enormen Aufwand bedeuten, die Kinder von einer Schuler zur anderen zu fahren. Außerdem wären die Kinder ohne ihre Mitschüler. „Das wäre für die Kinder auch nicht optimal.“

OGS-Angebot lässt sich kaum ausbauen

Schwierig würde es auch werden, das OGS-Angebot auszubauen. An der Ludgerischule habe Selm im vergangenen Jahr einen Glücksgriff mit den neuen OGS-Räumen direkt an der Schule gemacht. An der Overbergschule hingegen, sei das Platzangebot begrenzt.

Leider hätten bislang die wenigsten Eltern den Nachweis zu ihrer Berufstätigkeit und dem Betreuungswunsch erbracht, so Engemann. Noch erfolge die Auswertung. Nach Abstimmung mit den Schulleitungen sollen die Eltern voraussichtlich Anfang April Nachricht erhalten, ob sie einen OGS-Platz bekommen haben. Einen Rechtsanspruch auf eine Platz gibt es nicht.

Lesen Sie jetzt