Selm sagt Dankeschön für Helferinnen und Helfer bei der Flutkatastrophe

Ehrenamt

Die Bilder der Hochwasserkatastrophe haben Entsetzen ausgelöst, aber auch jede Menge Hilfsbereitschaft: Anlass, den Helferinnen und Helfern Danke zu sagen, meinte Selms Bürgermeister Orlowski.

Selm

, 11.09.2021, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Thomas Orlowski (l.) sagte Dankeschön. Eingeladen waren Helferinnen und Helfer, die sich bei der Flutkatastrophe für Mitmenschen besonders eingesetzt hatten und auch immer zur Stelle sind, wenn es Einsätze vor der Haustür gibt.

Bürgermeister Thomas Orlowski (l.) sagte Dankeschön. Eingeladen waren Helferinnen und Helfer, die sich bei der Flutkatastrophe für Mitmenschen besonders eingesetzt hatten und auch immer zur Stelle sind, wenn es Einsätze vor der Haustür gibt. © Günther Goldstein

So viel Andrang am Freibad wie am Freitagabend (10. 9.) war ungewöhnlich. Die Männer und Frauen, die sich dort versammelt hatten, trugen auch keine Badehosen und -anzüge, sondern zumeist Dienstkleidung: Feuerwehrleute und DRK-Mitglieder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke - alles Menschen, die an den Tagen des Hochwassers Außergewöhnliches geleistet haben sowohl vor Ort in Selm als auch in den Katastrophengebieten in der Eifel.

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Dankeschön für Fluthelfer

Der Flutwelle im Juli 2021 folge eine Welle der Hilfsbereitschaft. Auch ehrenamtliche Kräfte aus Selm hatten sich engagiert. Bürgermeister Thomas Orlowski sagte dafür am 10. September bei einem "Come together" am Freibad Dankeschön.
11.09.2021
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In lockerer Runde waren die Helferinnen und Helfer zum Dankeschön-Abend am Freitag (10. 9.) zusammengekommen. © Günther Goldstein
Ein Gruppenfoto der Rettungskräfte, die an dem Treffen teilgenommen hatten. Dass Regen einsetzte beim Gruppenfoto, störte nicht. © Günther Goldstein
Thomas Orlowski (l.) sagte Dankeschön. © Günther Goldstein
Thomas Orlowski (l.) sagte Dankeschön. © Günther Goldstein
Das Treffen fand am Freibad statt. © Günther Goldstein
Das Treffen fand am Freibad statt. © Günther Goldstein
In unterschiedlicher Weise hatten sich die Selmerinnen und Selmer eingesetzt. © Günther Goldstein
Sonnenschirme hielten den Nieselregen ab. © Günther Goldstein
Wertschätzung zeigen: Das war das Ziel des Abends. © Günther Goldstein

„Es gibt eine große Dankbarkeit“, hatte Bürgermeister Thomas Orlowski bereits einen Tag zuvor in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz gesagt. Dabei verwies er auch auf zahlreiche Kontakte mit Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen aus der unmittelbaren Krisenregion: eine Botschaft, die er am Freitag den Helferinnen und Helfern persönlich übermittelte bei dem Treffen am Freibad. „Wir möchten uns auf diesem Wege mit einem netten Abend bei allen bedanken, die in der Not an verschiedenen Stellen den Betroffenen zur Seite standen. Und die das auch zu allen Zeiten in unserer Stadt machen“.

Spontane Hilfsbereitschaft auch bei den Brötchen

Dafür hatten Bürgermeister Thomas Orlowski, der Förderverein des Freibades und Christoph Krevert am Freitagabend das gemütliche Beisammensein im Schwimmbad organisiert mit Getränken und Imbiss unter den großen Schirmen auf der Terrasse. Wolfgang Dunkel und seine Helferinnen sorgten für Würstchen und Pommes. Wie spontane Hilfsbereitschaft in Selm aussieht, zeigte sich in einer Verpflegungsfrage: Die Organisatoren hatten Brötchen vergessen. Ein Anruf bei Maria Artmann sorgte, und prompt waren 100 Brötchen da.

Orlowski hatte am Donnerstag auch auf die große Spendenbereitschaft hingewiesen. 17.000 Euro seien auf dem eigens eingerichteten Selmer Spendenkonto eingegangen, „darunter sehr viele Einzelspenden“.

17.000 Euro auf dem Spendenkonto der Stadt für die Fluthilfe

In Zwei Fällen sei Menschen in Absprache mit dem Ältestenrat bereits spontan geholfen worden. Thomas Orlowski hatte einen Scheck im Ahrtal. Und auch das Pfadfinderlager in Selm für Kinder aus dem Ahrtal bekam eine Spende. Über die weitere Verwendung des Geldes werde noch entschieden.

Bei dem Hochwasser waren allein in NRW, vor allem im Rheinland zwischen Aachen und Köln, 48 Menschen ums Leben gekommen. Ursache der Jahrhundertflut waren tagelange, flächendeckende Starkregen Mitte Juli, die kleine Flüsse zu reißenden Strömen anschwellen ließen und ganze Straßenzüge zerstörten. Betroffen waren unter anderem Stolberg, Euskirchen und Erftstadt. In Selm selbst war es Ende Juli nach einem Unwetter zahlreiche Keller vollgelaufen.

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