Selmer beleidigte Familienmitglied drastisch - nun muss er zahlen

Gerichtsverhandlung

Im Streit mit einer Angehörigen holte ein 37-jähriger Selmer offenbar zum verbalen Tiefschlag aus und beschimpfte sie wüst.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 06.02.2020, 09:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Frühsommer 2019 kam es augenscheinlich zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den Mitgliedern einer Selmer Familie. Laut Anklage bedachte ein 37-Jähriger Selm seine Angehörige mit drastischen Schimpfworten. Die Frau erstattete letztlich Strafanzeige gegen ihn.

Selmer erschien nicht

Nun sollte der Fall vor dem Amtsgericht in Lünen verhandelt werden. Von dem angeklagten Selmer fehlte allerdings jede Spur und die erschienenen drei Zeugen, allesamt Familienmitglieder, konnten auch nicht sagen, warum der 37-Jährige nicht zum Termin erschien und wo er sich gerade aufhielt.

Sie mussten daraufhin ungehört entlassen werden. Ohne Folgen blieb das Ganze für den fehlenden Angeklagten aber nicht. Er wurde in Abwesenheit per Strafbefehl zu 600 Euro Geldstrafe verurteilt.

Gegen diese Entscheidung, über die ihn einer der Zeugen zeitnah informieren wollte, kann er nun Einspruch einlegen - falls er nicht einverstanden ist. In dem Fall würde die Sache doch noch verhandelt. Vorausgesetzt natürlich, dass der Selmer dann den Weg in den Gerichtssaal findet.

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