Selmer bespuckte und beleidigte seine Nachbarin - Geldstrafe

rnGerichtsverhandlung

Ein Selmer war offenbar nicht sehr lärmtolerant und beschwerte sich über Krach in der Nachbarwohnung. Die Frau, die ihm die Tür öffnete, bekam dann aber einige Beschimpfung ab - und auch Spucke.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 09.07.2020, 11:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Streit mit seiner Nachbarin brachte ein Selmer seine Wut offenbar auf drastische Weise zum Ausdruck, indem er die Frau bespuckte und beschimpfte. Zu seinem Prozess erschien der 26-Jährige nun nicht. Eine Strafe gab es trotzdem.

Die Jugendlichen in der Nachbarwohnung machten dem Selmer am Tag vor Silvester augenscheinlich zu viel Lärm. Also beschwerte er sich bei der Mutter. Doch bei der Beschwerde beließ er es laut Anklage nicht. Vielmehr, so der Vorwurf, spuckte er der Mutter der Teenies ins Gesicht, so dass sie heftigen Ekel verspürte. Darüber hinaus titulierte er sie als Schlampe, Nutte und Hure. Die Betroffene wollte das offenbar nicht einfach hinnehmen. Sie erstattete Strafanzeige wegen Beleidigung.

Der Angeklagte fehlte

Nun hätte der Fall vor dem Amtsgericht in Lünen verhandelt werden sollen. Drei Zeugen, darunter das mutmaßliche Opfer, fanden sich im Gerichtssaal ein. Die Anklagebank war verwaist. Der angeklagte Selmer fehlte unentschuldigt. Unter den Umständen blieb der Richterin nichts anderes übrig, als die Zeugen ungehört zu entlassen. Ohne Folgen blieb das Ganze aber dennoch nicht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein Strafbefehl, der mit Blick auf die strafrechtliche Vergangenheit des Selmers durchaus deutlich ausfiel: 150 Tagessätze à 20 Euro Geldstrafe.

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