Selmer Kitas erhalten 580.000 Euro vom Land

Rettungspaket

Die neue schwarz-gelbe Landesregierung stellt den Kitas in NRW kurzfristig ein 500-Millionen-Euro-Rettungspaket zur Verfügung. Daraus fließen gut 580.000 Euro nach Selm. Die Stadt will keine Kita finanziell benachteiligen und setzt bei der Verteilung der Mittel daher auf kompetente Unterstützung.

SELM

, 27.09.2017, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Selmer Kitas erhalten 580.000 Euro vom Land

580.000 gibt es von der schwarz-gelben Landesregierung für die Kitas in Selm. Damit soll die Finanzierung der Einrichtungen gesichert werden.

Mit markigen Worten hat am Mittwoch FDP-Landtagsmitglied Susanne Schneider die zusätzliche Unterstützung der Kindestageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen angekündigt. „Durch die Untätigkeit der rot-grünen Vorgängerregierung sind die Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen chronisch unterfinanziert. Um die Schließungen von Kindertageseinrichtungen und den Rückzug von Trägern aus der Kita-Landschaft zu verhindern, stellt die schwarz-gelbe Landesregierung kurzfristig den Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen insgesamt 500 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung“, schreibt Susanne Schneider, FDP-Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Unna. Rund 10 Millionen Euro würden kurzfristig in den Kreis fließen, davon gut 580.000 Euro nach Selm.

„Die Nachricht hat auch die Stadt Selm erreicht. Es sind tatsächlich neue Mittel, wir freuen uns deshalb sehr“, sagte auf unsere Anfrage Stadtsprecher Malte Woesmann. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass diese Mittel nicht dafür bestimmt sind, neue Kitaplätze zu schaffen. Die Stadt werde die Mittel an die Kita-Träger weiterleiten.

Stadt will gerechte Verteilung der neuen Gelder gewährleisten

Um dabei keine Einrichtung zu bevorzugen und keine zu benachteiligen, hat die Stadt dem Städte- und Gemeindebund einen Fragenkatalog geschickt, welche Kriterien in welcher Form gewichtet werden müssen. Der Stadtsprecher erklärte auf unsere Anfrage zudem, dass unterschiedliche Träger unterschiedliche Trägeranteile übernehmen müssen.

Aus Sicht von Susanne Schneider, sind „durch das schnelle Handeln des NRW-Familienministers die größten Sorgen der Kita-Träger beseitigt, die Finanzierung aller Kitas ist nun bis 2019 abgesichert. Bis dahin wollen wir das Finanzierungssystem erheblich verbessern. Das ist ein ambitioniertes Ziel.“

Schneider kündigte zudem an, dass die Landesregierung in weiteren Schritten die Qualität der Kitas steigern und die Öffnungszeiten stärker dem Bedarf der Eltern anpassen wolle. „Das ist ein wichtiger Beitrag, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.“

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