Selmer Kneipennacht und die Ü30-Party bei Klähr abgesagt - wegen Corona

Coronavirus

Am Samstag sollte die Ü30-Party bei Klähr steigen, am 21. März die Selmer Kneipennacht 2020. Beide Veranstaltungen wurden nun abgesagt. In Zeiten von Corona sei das Risiko einfach zu groß.

Selm

, 09.03.2020, 20:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Klähr wird es in diesem Jahr weder eine Station der Selmer Kneipennacht geben noch die Ü30-Party am kommenden Samstag. Beide Veranstaltungen wurden wegen des Coronavirus‘ abgesagt.

Im Klähr wird es in diesem Jahr weder eine Station der Selmer Kneipennacht geben noch die Ü30-Party am kommenden Samstag. Beide Veranstaltungen wurden wegen des Coronavirus‘ abgesagt. © Jürgen Weitzel

Margret Hettstedt, Wirtin der Gaststätte Klähr, will Gäste und Mitarbeiter keiner unnötigen Ansteckungsgefahr aussetzen. „Es heißt zwar, dass Veranstaltungen ab 1000 Leuten abgesagt werden sollen und da sind bei weitem noch lange nicht, aber die Sicherheit geht vor“, sagt Margret Hettstedt. „Ich habe den DJ abbestellt und dem Bierverleger gesagt, dass keine Sonderbestellung kommt.“

Unkalkulierbare Folgen für Gastronomiebetriebe

Auch Christoph Krevert, Mitveranstalter der Selmer Kneipennacht, will auf Nummer sicher gehen. Vor allem wollen er und Jürgen Suer mögliche Konsequenzen so klein wie möglich halten. „Wir wollen nicht das Risiko eingehen, dass bei einem Infizierten auf der Kneipennacht auf einmal sieben Gastro-Objekte und das Sunshine für eine gewisse Zeit gleichzeitig geschlossen werden müssen.“ Denn das wäre die unabwendbare Folge, wenn alle Kontaktpersonen des Infizierten in Quarantäne müssten.

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Einfach haben sich Krevert und Suer die Entscheidung nicht gemacht. Schon am Freitag wurde eine Rundmail an die sieben beteiligten Wirte geschickt, in der die Frage eröffnet wurde, was man machen solle. „Dann kam die Empfehlung von Gesundheitsminister Spahn, alle Veranstaltungen über 1000 Besuchern abzusagen“, beschreibt Krevert den Ablauf der Ereignisse. „Das Risiko ist einfach zu groß.“

Neben gesundheitlichen auch wirtschaftliche Folgen

Krevert geht davon aus, dass sich die Zahl der Infizierten in Deutschland in den nächsten zehn Tagen noch vergrößern wird, was die Gäste vom Kommen abhalten könnte. „Wenn wir zu wenig Besucher haben, ist das finanzielle Risiko zu hoch - und auch die richtige Stimmung kommt nicht auf, weil die Objekte für die wenigen Besucher dann zu groß sind.“ Denn die Gäste hätten von Kneipe zu Kneipe ziehen sollen und an den unterschiedlichen Locations nicht nur auf andere Leute, sondern auch auf unterschiedliche Bands treffen können.

Ungeachtet gesundheitlicher Probleme hätte eine geringe Gästezahl unkalkulierbare wirtschaftliche Folgen für die Selmer Wirte. „Wir wollen den Schaden einfach eindämmen“, sagt Krevert.

Erworbene Karten zurückgeben oder für Neuauflage behalten

Karten, die bereits im Vorfeld der Kneipennacht erworben wurden, können bis zum 21. März an der jeweiligen Vorverkaufsstelle wieder zurückgegeben werden - sie behalten aber auch ihre Gültigkeit für die nächste Selmer Kneipennacht. Wann es die geben wird, steht aber noch in den Sternen. Womöglich im Herbst, vielleicht aber auch erst im nächsten Jahr.

Bis dahin werden alle Plakate für die Kneipennacht aber erst mal wieder abgenommen.

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