Ein Selmer schloss mehrere Sky-Verträge ab - zahlte diese aber nicht. © picture alliance / dpa
Betrugsprozess

Selmer schloss mehrere Sky-Verträge ab – und verkaufte Receiver weiter

Mehrere Namen legte sich ein Selmer zu, um gleich mehrere Sky-Verträge abschließen zu können. Die dazugehörigen Receiver verkaufte er weiter. Weil er nie zahlte, stand er nun vor Gericht.

Finanzielle Engpässe behob ein Selmer (34) mit dem Abschluss mehrerer Sky-Verträge und dem Verkauf der mitgelieferten Receiver. Die Rechnungen blieben offen. Vor Gericht punktete er nun nicht nur mit Reue, auch konnte er eine positive Entwicklung vorweisen.

Zwischen Ende 2017 und März 2019 nutzte der Mann aus Selm unterschiedlichste Namen, um nicht nur in den Genuss des Pay-TVs zu kommen, sondern auch, um die Endgeräte, die zu den Abonnements gehörten, zu veräußern. In acht Fällen entstand so ein Schaden von 3368,69 Euro.

Selmer zeigt Reue vor Gericht

In seinem Betrugsprozess vor dem Amtsgericht Lünen legte der 34-Jährige die Karten nun sofort auf den Tisch. „Mir tut es total leid, dass ich das damals gemacht habe“, versicherte er und deutete Spielsucht als ein Motiv an. Zwischenzeitlich habe er sich Hilfe bei der Schuldnerberatung und bei der Caritas gesucht, stehe zudem wieder unter Betreuung. „Ich will mein Leben auch wieder richtig in den Griff kriegen“, betonte der angeklagte Selmer. Und zuletzt wiederholte er noch einmal: „Mir tuts leid.“

Sein Geständnis und die glaubhafte Reue sprachen letztlich für ihn. Er wurde wegen Betrugs in acht Fällen zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Darüber hinaus ordnete das Gericht die Einziehung der durch ihn verursachten Schadenssumme an.

Über die Autorin