Selmer schmettern alte Kracher beim "Rudelsingen"

Viele Fotos und ein Video

Aus voller Kehle und völlig befreit von korrekter Tonhöhe, schmetterten rund einhundert Teilnehmer beim 2. "Rudelsingen" - auch Karaoke für alle - am Freitagabend im Selmer Bürgerhaus ihre Lieblingslieder. Textsicher waren sie alle, denn die Worte lasen sie von der Leinwand ab.

SELM

, 31.05.2015, 10:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Rudelsingen im Selmer Bürgerhaus

"Massenkaraoke" oder "Rudelgucken", egal: Bei der Sing-Veranstaltung am Freitagabend im Selmer Bürgerhaus schmetterten und trällerten vornehmlich Frauen alte Kracher und Balladen.
31.05.2015
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Beim Rudelsingen konnten die Teilnehmer sitzen oder stehen.© Foto: Antje Pflips
Rudelsingen mit der Gruppe machte noch mehr Spaß.© Foto: Antje Pflips
Rudelsingen macht in der Gruppe noch mehr Spaß.© Foto: Antje Pflips
Männer waren beim Rudelsingen in der Minderheit.© Foto: Antje Pflips
Die Rudelsänger warten auf ihren Einsatz.© Foto: Antje Pflips
Der Text wird von einer Leinwand abgelesen.© Foto: Antje Pflips
In lockerer Atmosphäre machte das Rudelsingen Spaß.© Foto: Antje Pflips
Diese Damen aus Olfen sind zum zweiten Mal beim Rudelsingen in Selm und hatten wieder viel Spaß.© Foto: Antje Pflips
Impressionen vom Rudelsingen in Selm.© Foto: Antje Pflips
Heike Barlach, 48 Jahre, kommt aus Selm und ist von ihrem ersten Rudelsingen begeistert.© Foto: Antje Pflips
Jutta Graßmann und Heike Barlach hatten viel Spaß beim Rudelsingen.© Foto: Antje Pflips
Monica Aullana, 36 Jahre alt, lebt in Selm, kommt aber aus Valencia, Spanien. Sie hat Rudelsingen im Fernsehen gesehen und wollte es selber einmal ausprobieren.© Foto: Antje Pflips
Monica Aullana und Kathrin Disse (r.), von Fokus Selm, die das 2. Rudelsingen nach Selm holte© Foto: Antje Pflips
Jutta Graßmann, 48 Jahre, kommt aus Cappenberg und hat vom Rudelsingen in der Zeitung gelesen.© Foto: Antje Pflips
Beim Rudelsingen wird der Text von einer Leinwand abgelesen.© Foto: Antje Pflips
Fröhliches Mitsingen beim Rudelsingen.© Foto: Antje Pflips
Im Sitzen und im Stehen sangen alle kräftig mit.© Foto: Antje Pflips
Fröhliches Singen beim 2. Rudelsingen in Selm.© Foto: Antje Pflips
Tobias Sudhoff (l.) und Gereon Homann gestalten das Rudelsingen musikalisch und mit viel Humor.© Foto: Antje Pflips
Beim Rudelsingen kann jeder so mitmachen, wie er will.© Foto: Antje Pflips
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Tobias Sudhoff am Keyboard und Gereon Homann am Schlagzeug hatten die Veranstaltung organisiert.

Viele Frauen, von einigen Männern unterstützt, gruppierten sich an runden Tischen zum Sitzen oder Stehen und stimmten fröhlich in die Lieder ein, deren Texte auf der großen Leinwand erschienen. Alles war dabei: deutsche Lieder, englische Lieder, alte Schlager wie „Schuld war nur der Bossa Nova“ oder „Ich will keine Schokolade“, „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“, Oldies, Neue Deutsche Welle mit „Skandal im Sperrbezirk“ oder Evergreens wie „Griechischer Wein“ oder „Ein Bett im Kornfeld“.

Na klar, Drafi Deutscher...

Immer wieder ging ein Raunen durch die Menge, wenn der nächste Titel an der Leinwand erschien. „Längst vergessene Lieder werden wieder aus der Mottenkiste geholt“, freute sich Kathrin Disse. Sie holte nicht nur als Mitarbeiterin der Fokus Selm das Rudelsingen zum zweiten Mal nach Selm, sondern sang auch begeistert mit. Natürlich durfte „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher nicht fehlen Dieses Lied verselbstständigte sich schon bald, so dass Sudhoff gar nicht mehr mitspielen musste. Das Publikum sang einfach allein weiter. 

Die "therapeutische Einheit"

Nach so viel Enthusiasmus sollte wieder Ruhe einkehren: „Jetzt muss eine therapeutische Einheit folgen,“ meinte Sudhoff und stimmte „griechischer Wein“ an. Das folgende „Stand by Me“ wurde nicht einfach nur nachgesungen. Sudhoff, der immer wieder seinen Platz hinter dem Keyboard verließ, um ins Publikum zu gehen, teilte den Saal in zwei Gruppen ein, die mehrstimmig singen sollten. Besonders freute sich Sudhoff, dass einige ruhigere Lieder von Handylichtern begleitet wurden. „Früher wurden Feuerzeuge gezückt“. Mit Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ sollte das Singen beendet sein. Doch nach hartnäckigen Zugaberufen kamen die Musiker noch zweimal zurück auf die Bühne. Nach „Ich war noch niemals in New York“ war mit „Somewhere Over the Rainbow“ dann doch Schluss.

Nicht alle waren ganz zufrieden

Mit vielen Liedern im Ohr verließen die Teilnehmer fröhlich und beschwingt das Bürgerhaus. Doch nicht alle Lieder kamen gleich gut an. Einige Sänger befanden die Texte in Englisch zu schwierig und den Rhythmus zu schnell. Mit den alten Kracherliedern wurden sie aber auch wieder entschädigt.

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