Selmer Sekundarschüler machen am Gymnasium ganz neue Erfahrungen

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Ja, das gibt es tatsächlich: Zehn Sekundarschüler waren restlos begeistert vom Unterricht. Ein Besuch am Gymnasium, der gravierende Folgen haben könnte.

Selm

, 30.06.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ernüchtert waren die beiden Mittelstufen-Koordinatorinnen Ruth Holtermann und Andrea Hans sowie Oberstufenkoordinator Eckhardt Lehrmann, als sie ein Fazit eines informellen Treffens mit Sekundarschul-Eltern zogen. Keine zehn Mütter und Väter waren gekommen, um sich über einen Übergang zum Gymnasium zu informieren.

Bei dem Abend ging es nicht darum, eine Schullaufbahn abzubrechen, sondern um einen geregelten Übergang nach Abschluss der Sekundarschule. Über die Gründe für die Zurückhaltung können die Verantwortlichen allenfalls spekulieren.

Vorurteil: Am Gymnasium Selm ist es sehr schwer

Zunächst einmal ist es noch gut ein Jahr hin, bis die ersten Sekundarschüler ihren Abschluss feiern und dann den nächsten Schritt ihrer Schullaufbahn gehen können. Dazu gibt es nach Aussage von Eckhardt Lehrmann ein weit verbreitetes Vorurteil in der Stadt. Und das lautet: „Am Gymnasium ist es sehr schwer.“ Das sei, so Lehrmann, „sehr schade“.

Deshalb haben sich in den vergangenen Wochen die Mittelstufen- und Oberstufen-Koordinatoren des Städtischen Gymnasiums mit Benedikt Striepens, dem Mittelstufenkoordinator an der Sekundarschule, inhaltlich intensiv ausgetauscht.

Sekundarschüler können auf Wunsch Spanisch am Gymnasium fortsetzen

Besser als alle Präsentationen sind persönliche Erfahrungen. Deshalb hatte das Städtische Gymnasium die Schüler der neunten Klassen der Sekundarschule zum Hospitationstag eingeladen. Am Freitag waren alle zehn angemeldeten Schülerinnen und Schüler da. Und sie waren total begeistert.

Marianne freut sich ganz besonders auf das Spanisch-Angebot des Gymnasiums. „Wer an der Sekundarschule in der Klasse 8 Spanisch als zweite Fremdsprache gewählt hat, kann sie bei uns am Gymnasium auf jeden Fall fortsetzen“, sagt Andrea Hans. Auch wenn es am Ende eine sehr kleine Klasse sei.

Schüler stellen deutliche Unterschiede zwischen Schulen fest

Die Sekundarschüler haben bei ihrem Besuch am Gymnasium einige Unterschiede zu „ihrer Schule“ festgestellt. Ein Schüler sagt beispielsweise, dass er die Hausaufgabenregelung am Gymnasium besser finde. Obwohl es die Schüler mehr fordert. Während ein Großteil der Hausaufgaben an der Sekundarschule vor Ort erledigt wird, erledigen die Schüler am Gymnasium die Dinge zu Hause.

„Das Gymnasium wirkt organisierter und ist zudem schöner“, sagt ein anderer Sekundarschüler. Das mehrköpfige Nicken belegt, dass dies keine Einzelmeinung ist. Die Organisation am Gymnasium hatte viele Schüler beeindruckt.

Der Morgen hat bei den Jugendlichen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Und viele Sekundarschüler darin bestärkt, im Sommer 2020 zum Gymnasium zu wechseln. Wie viele es am Ende sind, wird sich bei der Anmeldephase im Februar 2020 zeigen.

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