Selmer Sunshine nicht bei Nachtfrequenz dabei

Jugendkulturnacht

Von Anfang an hat das Selmer Jugendzentrum Sunshine bei der langen Nacht der Jugendkultur in NRW – Nachtfrequenz genannt – mitgemacht. In diesem Jahr ist es allerdings nicht dabei, erst 2017 wieder. Besuch aus Selms neuer Partnerstadt Iwkowa ist der Grund für die Absage. Warum? Wir erklären es.

SELM

, 15.09.2016, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die NRW-weite Nachtfrequenz 2016 findet am Samstag, 24. September, statt. Doch das Jugendzentrum Sunshine am Sandforter Weg 2a in Selm ist an diesem Tag Ort eines gemütlichen Treffens zwischen Selmern und der Delegation aus Selms neuer polnischer Partnerstadt Iwkowa. „An dem Abend dann auch noch eine Jugendkulturnacht zu stemmen, wäre für uns zu viel gewesen“, sagt Christine Ambrosi, Leiterin des Sunshine, auf Anfrage der Redaktion.

„Es ist komisch, dieses Jahr nicht bei der Nachtfrequenz dabei zu sein, aber es ist okay.“ Ursprünglich habe es sogar die Idee gegeben, eine Konzertnacht mit Selmer Bands und Bands aus Iwkowa zu organisieren. „Das ist aber verschoben, nicht aufgehoben.“

Förderung vom Land für das Sunshine

Seit 2010 ist das Sunshine jedes Jahr Veranstaltungsort der NRW-weiten Jugendkulturnacht gewesen. „Wir haben auch jedes Jahr die Förderung dafür bekommen“, erklärt die Pädagogin. „Nun hat auch mal eine andere Einrichtung die Chance auf das Geld“, führt sie weiter aus. Der Nachsatz spricht aber Bände: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.“

Verständlich, waren doch die bisherigen Jugendkulturnächte in Selm meist gut besucht und immer abwechslungsreich. Themen gab es genug, die Christine Ambrosi und ihr Team jugendgerecht aufbereitet haben: Fotografieren gehörte ebenso dazu wie Graffiti-Sprayen. Wobei das Sunshine-Team Wert darauf legte, dass die Jugendlichen einfach auch mal ihre Talente an den Materialien ausprobieren konnten.

Jetzt lesen

Die Jugendkulturnächte haben Spuren hinterlassen. Die Graffiti-Kunstwerke zieren unter anderem große Platten am Eingang zum Sunshine. Christine Ambrosi hat es einst im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten auf den Punkt gebracht: „Jugendkultur wird oft unterschätzt. Und Graffiti werden oft als Beschmutzung angesehen. Graffitikultur an sich ist aber eine tolle Sache. Wir geben den Sprühern einen legalen Raum und machen die schönen Seiten der Jugendkultur sichtbar.“

Weitere Infos zu den diesjährigen Veranstaltungsorten auf der .

Lesen Sie jetzt