Seniorin staunt über blitzschnelle Lebensretter

Hubschrauber-Einsatz in Selm

Den 6. März wird Gerlinde Zolnir nie vergessen. Weil ihr Lebensgefährte - wie sie schon über 80 – plötzlich über Herzschmerzen klagte. Weil sie voller Angst um ihn den Notruf 112 wählt. Und weil danach eine Rettungskette in Gang kam, die sie nie für möglich gehalten hätte.

SELM

, 16.03.2015, 05:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seniorin staunt über blitzschnelle Lebensretter

Gerlinde Zolnir zeigt auf das Feld, auf dem der Rettungshubschrauber gelandet sein muss. "Genau habe ich es von meinem Haus aus nicht gesehen, aber irgendwo da muss es gewesen sein."

Enge in der Brust, Schmerzen, Übelkeit: Die Symptome ihre Partners waren bedrohlich. Also wählte die Selmerin die dreizifferige Notrufnummer. „Ich hatte kaum gesagt, wo wir wohnen und was passiert war, da sagte der Mann am Telefon schon: Hilfe ist unterwegs“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Und nur wenige Minuten später sah sie in der Nähe den Rettungshubschrauber Christoph 8. Pilot und Notarzt kamen auch schon zum Haus gelaufen. „Dabei hatte ich noch gefragt, ob uns die Einsatzkräfte überhaupt finden, weil wir etwas abgelegen am Ternscher See wohnen.“

Die Sorge war unbegründet, zumal knapp hinter der Hubschrauberbesatzung auch der Selmer Rettungstransportwagen eintraf.

Gesamtdauer des Einsatzes: 54 Minuten

Gerlinde Zolnir kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Ihr Lebensgefährte wurde ganz schnell erstversorgt und dann ins Marien-Hospital in Lünen gebracht. Das Einsatzprotokoll wirft die Gesamtdauer des Einsatzes vom Notrufeingang bis zur Ankunft des Patienten aus: 54 Minuten.

Es ist aber nicht nur die Geschwindigkeit, die die Seniorin an den Rettungskräften lobt. „Der Mann am Telefon war ganz ruhig, was mich auch ruhiger gemacht hat. Und die Kräfte vor Ort waren ebenfalls umsichtig.“ Dieser Einsatz habe ihr gezeigt: „Im Allgemeinen ist unsere medizinische Versorgung hervorragend.“

Ihr Lebensgefährte ist übrigens wieder wohlauf zuhause. Es war kein Herzinfarkt, wie zuerst befürchtet. Sondern nur ein Herzanfall.

Ein Interview mit dem Chef der Leitstelle im Kreis Unna, der sich auch zum Fall von Gerlinde Zolnir äußert, lesen Sie hier:

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