12-Jährige in Selm sexuell belästigt - Polizei sucht Mann mit besonderem Tattoo

Zeugen gesucht

Wer hat das am Dienstagmorgen in Selm mitbekommen? Ein Mann auf einem schwarzen Fahrrad soll eine 12-Jährige sexuell belästigt haben. Die Polizei sucht Zeugen.

Selm

, 22.09.2021, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein zwölfjähriges Mädchen wurde von einem Unbekannten bedroht und sexuell berührt. Die Polizei sucht Zeugen und fahndet nach dem Mann, der ein markantes Kennzeichen trägt.

Ein zwölfjähriges Mädchen wurde von einem Unbekannten bedroht und sexuell berührt. Die Polizei sucht Zeugen und fahndet nach dem Mann, der ein markantes Kennzeichen trägt. © picture alliance/dpa

Es geht um sexuelle Belästigung eines 12-jährigen Mädchens, wegen der die

Polizei in Selm nun Zeugen sucht. Nach Angaben des Mädchens war das Mädchen am Dienstag, 21. September, gegen 7.45 Uhr auf dem Weg zur Schule auf der Südkirchener Straße unterwegs. Dort sei sie dann von einem bislang unbekannten Mann mit einem schwarzen Fahrrad angesprochen, bedroht und angefasst worden. Das Mädchen konnte dann jedoch weggerennen. So schildert es die Polizei.

Tatverdächtiger hat eine Tätowierung auf der Hand

Beschrieben wird der männliche Täter von dem Opfer so: Etwa 45 bis 55 Jahre alt, 1,85 Meter groß und schlank. Er hatte eine sehr helle Gesichtsfarbe, bräunliche kurze Haare und trug weder Bart noch Brille.

Er hatte jedoch ein markantes Merkmal auf der rechten Hand: eine tätowierte Rose.

Bekleidet war der Mann mit einem schwarzen Hoodie mit Beschriftung vorne, einer dunkelblauen Jogginghose und schwarzen Turnschuhen. Er sprach gebrochenes Deutsch.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich an die Polizeiwache Werne unter Telefon (02389) 9213420 zu wenden.

Wie lassen sich Kinder schützen?

In sozialen Netzwerken wird diesbezüglich diskutiert, wie sich Kinder zur Wehr setzen könnten und ob man ihnen Pfefferspray mitgeben sollte. Davon rät die Polizei jedoch ab. Die Gefahr, dadurch selbst verletzt zu werden, sei vor allem bei Kindern zu groß. „Generell gilt in solchen Situationen: Laut Schreien und um Hilfe rufen“, rät Christian Stein, Pressesprecher der Polizei im Kreis Unna. „Dadurch werden Zeugen aufmerksam, die bestenfalls zur Hilfe eilen. Da ist Zivilcourage gefragt. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe.“

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Damit es bestenfalls gar nicht erst zu solchen Situationen kommt, sollten Eltern, Kinder und auch Schulen die vorhandenen Präventivmöglichkeiten nutzen: Es gibt zum Beispiel Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptskurse. „Die Polizei und auch externe Organisationen kommen dazu in die Schulen und beraten zudem, was man alles machen kann“, so Stein. Dazu gehört auch, das Verhalten im Ernstfall zu trainieren.

Sofort Erwachsene ins Vertrauen ziehen

Das Problem bei tatsächlich betroffenen Kindern sei nämlich oft, dass diese mit der Situation überfordert wären. „Das ist eine belastende Situation“, weiß Stein. „Die Kinder vertrauen sich dann nicht sofort einem Erwachsenen an.“ Doch gerade das sei wichtig. Eltern und Lehrer sollten ihren Kindern daher erklären, warum das so ist: „Wenn die Polizei schnell informiert wird, haben wir die Chance, im Nahbereich zu fahnden und den Täter schnell zu ergreifen“, so der Polizeisprecher. Die Kinder sollten sich daher schnellstmöglich, am besten sofort einer Vertrauensperson oder einem Erwachsenen in der Nähe anvertrauen - und die sollten sofort die Polizei verständigen.

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