Skiurlaub: Kunden in Lünen und Selm sind bei Buchungen zurückhaltend

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Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Lust auf einen schönen Winter-Urlaub mit Skiern und Snowboard wächst. Doch wie wirkt sich Corona auf diese Stimmung aus?

Lünen, Selm

, 23.10.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf Skiern oder dem Snowboard die Piste hinunterbrettern. Dazu Sonnenschein, eisige Temperaturen und dicker, knirschender Schnee. Nach dem Auspowern auf der Piste ruft dann das Après-Ski Vergnügen - ein Urlaubserlebnis, was für viele Deutsche zum Winter so dazugehört, wie der Tannenbaum zum Weihnachtsfest.

Winterurlaub von Corona überschattet

Doch dieses Jahr ist alles anders: „Seit dem 15. März haben wir in der Tourismusbranche einen halben, wirtschaftlichen Totalschaden“, unterstreicht Turgay Akgül, Inhaber des Reisebüros Tui Travel Star Walbaum und Akgül, in Lünen. Auch die Wintersaison mache da keinen Unterschied. Obwohl laut einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Yougov jeder sechste Deutsche Wintersport betreibt, haben sich drei von zehn potenziellen Urlaubern gegen den Wintersport-Urlaub dieses Jahr entschieden.

Mit Maske in die Gondel

Die, die noch unschlüssig sind, oder trotz der Lage fahren wollen, legen laut der Umfrage besonderen Wert auf gute Hygienebedingungen vor Ort. So wollen beispielsweise 70 Prozent der Befragten eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Skiliften und Gondeln.

Und es gibt laut Selmer und Lüner Reisebüros einen weiteren Punkt, auf den in diesem Jahr viel Wert gelegt wird: „Die meisten fragen nach Ferienwohnungen. Da kann man zum Beispiel auch den Hund mitnehmen. Tagsüber wird Ski gefahren und am Abend werden die Gesellschaftsspiele ausgepackt“, erzählt Andrea Zimmermann vom Reisebüro Zimmermann, „Jetzt kommen tatsächlich nur noch die, die nur für den Sport da sind.“

Ziele innerhalb von Deutschland

Auch das Reiseziel habe sich laut Zimmermann verschoben: „Die Leute sind eigentlich für den Wintersport immer am liebsten nach Österreich gereist. Davon rate ich meinen Kunden aber momentan ab. Wir versuchen, die Reisen eher nach Deutschland zu verlagern.“

Auch Joachim Horn, der in Lünen und Selm Reisebüros betreibt, bestätigt dies: „Wir beobachten eine gewisse Zurückhaltung bei den Buchungseingängen. Nicht zuletzt sicher auch, weil Corona gerade bei den Après-Ski Feiern seine erste Verbreitung in Europa gefunden hat. Viele Kunden warten momentan die Entwicklung der Pandemie ab, um kurzfristiger zu buchen oder schließen Rücktrittsversicherungen mit ergänzendem Corona-Schutz ab. Aktuell geltende Regelungen wie Einreise- und Beherbergungsbestimmungen können sich schließlich jederzeit ändern.“

Ob und wohin man dieses Jahr als Wintersportbegeisterte vereist, sei laut Horn eine Gewissensentscheidung eines jeden Einzelnen.

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