So geht es Amed Kino heute

Syrischer Flüchtling in Selm

Im Frühjahr des Jahres 2015 unterhielten wir uns mit neun Menschen, die als Asylbewerber nach Südkirchen, Olfen und Selm kamen und nun hier leben. Unter ihnen war Amed Kino, ein Programmierer aus Syrien. Inzwischen ist Herbst. Was ist aus Kino geworden? Wie lebt er? Wir trafen ihn.

SELM

, 03.10.2015, 06:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
So geht es Amed Kino heute

Amed Kino ist Kurde und lebte seit Jahresanfang 2015 in der Unterkunft an der Körnerstraße in Selm. Jetzt, Anfang Oktober, zog er aus. Er darf nun arbeiten und will sein Glück in Köln versuchen.

Gute Voraussetzungen brachte der Syrer kurdischer Abstammung mit: Er spricht fließend Englisch und ist als Programmierer gut ausgebildet. Amed Kino wohnte bis Mitte September in der Unterkunft an der Körnerstraße in Beifang. Am 29. Juni 2015 teilte das Bundesamt für Migration ihm per Post mit, dass sein Asylantrag für ihn positiv beschieden wurde. Ein Feiertag für Amed Kino. Er darf von diesem Tag an eine Wohnung und Arbeit suchen. Das tut er auch: Er arbeitet weiter für das „XByte Team“, eine Web-Software-Schmiede von acht Bekannten, die im Irak, der Türkei, Syrien und jetzt auch aus Deutschland arbeiten.

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Aber auch in Deutschland hat er inzwischen Fuß gefasst: Am 14. und 15. September war er mit der Dortmunder Unternehmensberatungsfirma MediaDynamic  auf der international angesehenen Kölner Digital-Messe „dmexco“. Laut eigener Aussage durfte er dort am Stand auch für seine Arbeit und das „XByte-Team“ werben und auf Kundenakquise gehen. In der Woche erhielt Amed Kino auch seinen Personalausweis.

Neue Heimat am Rhein

Kino, einer, der sich stets darum bemühte, dass es in der Unterkunft an der Körnerstraße voran geht und der engen Austausch mit vielen Selmern pflegte, hat Selm verlassen und versucht nun, sich eine Zukunft in Köln aufzubauen. Er bliebt gleich nach der „dmexco“ dort, ohne genau zu wissen, wo er Unterschlupf findet. Er besucht dort bald einen offiziellen Integrationskurs. Seine Freundin, auch aus der Heimat geflohen, wohnt in Bonn, sagt er. Die einfache Fahrt zwischen Köln und Bonn mit dem ÖPNV koste ihn demnächst ungefähr 2 Euro. 

Über die Flucht von Amed Kino und die weiterer Flüchtlinge haben wir in dieser Multimedia-Reportage im Frühjahr 2015 berichtet: 

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