So kocht die Selma-Lagerlöf-Schule ab jetzt

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Für rund 30.000 Euro hat die Sekundarschule an der Südkirchener Straße während der Ferien eine neue Schulküche einbauen lassen. Die Erneuerung war nötig, sagen die Verantwortlichen, denn das Interesse der Schüler für Kochen und Backen hat sich in der Vergangenheit stark erhöht. Hier gibt es ein 360-Grad-Bild der neuen Küche.

SELM

, 23.08.2017, 18:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fünf Küchzeilen gibt es insgesamt in der neuen Küche.

Fünf Küchzeilen gibt es insgesamt in der neuen Küche.

Das Ende der Ferien schmeckt Schülern meistens bitter. Für die Mädchen und Jungen der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule an der Südkirchener Straße muss das nicht so sein. Am ersten Schultag erwartet sie eine neue Schulküche. An fünf Küchenzeilen können sie dort Menüs zaubern: süß, sauer, salzig, herzhaft – und nur auf eigenen Wunsch auch bitter.

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„0.07 Klassenraum“ steht noch auf dem Schild neben der Tür im Erdgeschoss der Schule. Das muss geändert werden. Denn hinter der Tür verbirgt sich seit wenigen Tagen die neue Lehrküche. Rund 30.000 Euro hat die Stadt Selm als Schulträger investiert, um den Mädchen und Jungen moderne Küchentechnik für den hauswirtschaftlichen Unterricht zur Verfügung zu stellen.

Darum war die neue Küche notwendig:

Es handelt sich bereits um die zweite Küche der Schule. Die wachsende Nachfrage nach Schülerarbeitsplätzen fürs Kochen und Backen hat nicht allein mit dem wachsenden Interesse an gesunden Lebensmitteln zu tun. Es gibt noch einen anderen Grund. „Wir wachsen“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Eva Graß-Marx, die die Kücheneinrichtung zusammen mit Fachlehrerin Victoria Benthaus ausgewählt hatte.

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So sieht die neue Schulküche der Selma-Lagerlöf-Schule aus

An der Selma-Lagerlöf-Schule gibt es jetzt eine neue Schulküche. Hier sollen die Schüler gemeinsam viel über Ernährung lernen.
22.08.2017
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Auch Arbeitsgeräte hat die Stadt gekauft.© Foto: Sylvia vom Hofe
Teigschaber gehören auch dazu.© Foto: Sylvia vom Hofe
Das Türschild ist noch nicht geändert. Statt einer Klasse verbirgt sich hinter der Tür aber die neue Schulküche.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein neuer Herd.© Foto: Sylvia vom Hofe
Fünf Küchzeilen gibt es.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Musikraum hat jetzt einen Tanzboden erhalten, der schwingt und federt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Es gibt auch ein Induktionskochfeld.© Foto: Sylvia vom Hofe
Viele Köche mögen den Brei verderben. In diesem Fall haben aber viele Beteiligte dafür gesorgt, dass die Sekndarschule eine neue Kücheerhielt (v. l.): Schulamtsleiter Wolfgang Strickstrock, Küchenstudioinhaber Rene Groß, die stellvertretende Schuleiterin Eva Graß-Marx, Schulleiterin Karin Vogel und Thorsen Schneidereit von der Stadtverwaltung.© Foto: Sylvia vom Hofe
Dieses Schild iert die Tür zur alten Schulküche.© Foto: Sylvia vom Hofe
© Foto: Sylvia vom Hofe
Zwei Spülen sind jeweils nebeneinander: für das Vor- und Nachspülen.© Foto: Sylvia vom Hofe
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Diese Vorteile bringt die neue Küche mit sich:

Die 2014 gegründete Selma-Lagerlöf-Schule hat inzwischen rund 440 Schüler und wächst mit jedem Schuljahr um maximal vier weitere Klassen: Jahr für Jahr rund 100 weitere Kinder die sich an der sechsten Klasse für ein viertes Hauptfach neben Deutsch, Englisch und Mathematik entscheiden müssen, in dem sie bis zum Ende der zehnten Klassen Unterricht erhalten und auch Klassenarbeiten schreiben. Zur Wahl stehen dabei neben Französisch, Naturwissenschaften, Darstellen und Gestalten eben auch die Arbeitslehre. Und dabei wird gekocht und gebacken.

Helle Kunststofffronten in Holzoptik, graue Arbeitsplatten und dazwischen Spülbecken, Herde mit Cyankochfeldern, Spülmaschinen und ganz vorne im Raum jeweils Waschmaschinen und Trockner: Alles sieht nagelneu aus, ist es aber nicht. „Wir haben die Öfen aus der Pestalozzischule integriert“, sagt René Groß vom gleichnamigen Selmer Küchenstudio, das die Ausschreibung gewonnen hatte. Diese Geräte hatte zwar schon rund acht Jahre auf dem Edelstahlbuckel, seien aber immer noch voll einsatzfähig.

Der Umbau machte aber auch Probleme

Bevor der Küchenbauer mit der Arbeit beginnen konnte, musste erst der Fußboden ausgetauscht werden. „Aus Sicherheitsgründen“, sagt Thorsten Schneidereit von der Stadtverwaltung. Der der neue Kunststoffboden ist wesentlich rutschfester als der ursprüngliche.

Zusätzliche Kosten von mehreren tausend Euro entstanden, weil neue Leitungen nötig waren: für Elektrik, Abwasser und Frischwasser. An der Längstwand gegenüber der Fensterfront sind sie hinter einer Kunststoffblende versteckt. „Hell und schön“, findet Schulleiterin Karin Vogel das Ergebnis der Ferienbaustelle. Sie und ihre Kollegen gehen schon seit Tagen wieder ein und aus in der Schule. Die Sekundarschüler, die dagegen noch die freie Zeit genießen, dürfen gespannt sein – auf das Ende der Ferien.

Schülergerechte Höhe der Arbeitsplatten: 92 Zentimeter. „Die Arbeitsplatte für die Lehrkräfte ganz hinten misst sogar 97 Zentimeter“, sagt Küchenbauer René Groß. In jedem Fall sei das höher als früher und trage damit neuen ergonomischen Erkenntnissen Rechnung. „Das alte Standardmaß betrug 86 Zentimeter.“
Schubladen statt Schränke: „Das ist wesentlich bequemer für die Schüler“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Eva Graß-Marx. Da das Küchenzubehör nicht nur verwahrt, sondern auch genutzt werden solle ohne großes Kramen hätten sie sich für diese Lösung entschieden.
Doppelte Spülen: Die Schüler sollten Arbeitsabläufe lernen und verinnerlichen, sagt die Lehrerin. Dazu gehöre auch das Vorspülen In dem einen Becken, bevor das Geschirr ins zweite Becken kommt. „Das ist zuhause so zwar nicht zu finden, aber pädagogisch sinnvoll.“

 

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