So laufen die Vorbereitungen für das Stadtfest Selm

16. bis 18. Juni

Drei kleine Zelte stehen schon, der Platz vor dem Bürgerhaus ist abgesperrt: Der Aufbau für das sechste Selmer Stadtfest ab Freitag hat begonnen. Wir klären, wo es die letzten Karten gibt, ob die Vorbereitungen nach Plan laufen und wie weit die Pläne für 2018 schon sind.

SELM

, 14.06.2017, 07:24 Uhr / Lesedauer: 3 min

Durch den Feiertag fällt ein Aufbautag weg. Stört dass die Stadtfest-Vorbereitungen?

„Wir müssen alles vorverlegen“, sagt Jürgen Suer, Mitorganisator des Stadtfestes, von der Agentur daSuer. Die Zäune rund um den Willy-Brandt-Platz stehen deshalb schon. Drei weiße Zelte für den Caterer sind auch schon da. Dazu kommt noch der grüne Faltschirm und ein großes Zelt, unter dem die Gäste sich zum Essen setzen können, zählt Suer auf. Eine LKW-Ladung Sand, 25 Tonnen, kommt am Freitag an.

Durch den Feiertag gewinnen die Aufbauer einen Tag, um in Ruhe technische Feinarbeiten zu machen, sagt Jürgen Suer. Der DJ für die Beachparty am Freitag habe „einige Spielereien auf der Bühne“ geplant, verspricht Jürgen Suer. Für den Sonntag ist organisatorisch alles geplant, sagt Norbert Zolda, Organisator der Stadt Selm. Über 100 Aussteller hätten sich angekündigt: Vereine, Imbissstände, Aussteller. Damit sind alle Standplätze ausgebucht.

Ein paar Plätze frei haben dagegen noch die Oldtimerfreunde. Für den Sonntag suchen sie noch Oldtimer, die auf dem Edeka-Parkplatz präsentiert werden können. Wer Autos oder Motorräder bis zum Baujahr 1985 vorstellen möchte, kann sich bei Manfred Breyer, Tel. (02592)96960, melden.

Wie läuft der Kartenvorverkauf?

Der Kartenvorverkauf läuft gut. Einige Vorverkaufsstellen melden bereits: Alle Karten weg. Für den Freitag rechnet Jürgen Suer mit 900 bis 1000 Gästen. Das komme immer darauf an, wie sich die Jugendlichen spontan entscheiden, sagt Suer. Stimmt das Wetter? Tun sich Gruppen zusammen? Noch bis Freitag, 14 Uhr, gibt es die Karten im Vorverkauf für 7 Euro.

Der Samstag sei schon fast ausverkauft. Karten gibt es nur noch bei der Stadtverwaltung, Adenauer-Platz, bei den Ruhr Nachrichten, Kreisstraße 26, bei der Tankstelle Vernekohl, Lünener Straße 40, und ganz wenige bei Getränke Krevert, Funnemannstraße 9. 1500 Karten gehen in den Vorverkauf (17 Euro). Es wird aber eine Abendkasse geben, verspricht Jürgen Suer. Ab 19 Uhr werden erst Karteninhaber eingelassen, danach können bis zu 250 Gäste an der Abendkasse Einlass bekommen (21 Euro). Mit 1750 Gästen sei der Platz vor dem Bürgerhaus dann aber endgültig voll.

Warum kosten die Partys beim Stadtfest Eintritt? Bei anderen Stadtfesten kann umsonst gefeiert werden.

Dass die Partys am Freitag und Samstag Eintritt kosten, habe mit den Sicherheitsanforderungen zu tun, erklärt Jürgen Suer. Der Securitydienst müsse nicht nur die Veranstaltungen, sondern auch den Platz am Feiertag bewachen. Das Deutsche Rote Kreuz erhebe ebenfalls Gebühren für seinen Dienst. Dazu komme ein Beleuchtungskonzept, um im Notfall die Umgebung ausleuchten zu können. „Das sind gesteigerte Anforderungen“, sagt Suer. Die müssten Veranstalter nach Terror- und Unglückserfahrungen erfüllen. 60 bis 70 Personen arbeiten zudem jeden Abend auf dem Fest.

Wie steht es um den Jugendschutz?

Insbesondere die Auftaktveranstaltung Summer Vibez am Freitagabend zieht Jugendliche an. Die Feiernden bekommen am Freitag- und Samstagabend farbige Armbänder. „So können die Ordner sofort sehen, in welcher Alterskategorie die Jugendlichen sind und auch, ob eventuell Bier ausgeschenkt werden darf“, sagt Norbert Zolda. Es gibt verschiedene Farben für die Altersklassen 14 bis 16 Jahre, 16 bis 18 Jahre und über 18 Jahre.

Jugendliche von 14 bis 16 Jahre dürfen ohne Begleitung eines Elternteils die Summer Vibez bis 24 Uhr besuchen. In Begleitung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten können Jugendliche unter 14 bis zum Veranstaltungsende dabei sein.

Nach dem Stadtfest geht die Arbeit für die Organisatoren gleich weiter. Haben sie schon für 2018 geplant?

„Wir haben uns schon viele Gedanken für das nächste Jahr gemacht“, sagt Jürgen Suer. Immerhin solle das Stadtfest auf den neuen Campus umziehen und dann 4000 Gäste anziehen. „Wir legen direkt im Juli wieder mit den Planungen los“, sagt der Organisator. Sicherheit, Anreise, Parken – für alles müsse es ein Konzept geben. Auch bei Künstlern habe man schon angefragt. Doch leider habe er auch schon einige Absagen bekommen, erzählt Suer. Denn Selm liege zu nah an Dortmund. Trete der Künstler auf seiner Tour dort auf, komme er nicht mehr nach Selm. Eins kann er aber versprechen: „Wir suchen richtige Hochkaräter.“

Das Programm vom 16. bis 18. Juni
Der Freitag startet mit dem Fahrradtour-Erlebnisbericht um 19 Uhr im Selmer Hof. Ebenfalls um 19 Uhr ist Einlass für die Open-Air-Beachparty vor dem Bürgerhaus. Dirk Neuenfels als „Deejay D‘N‘F“ legt Techno- und Partysound auf. Den Auftakt am Samstag bestreitet die 90er-Band Captain Dance mit Live-Musik ab 20.30 Uhr. Danach betritt der Wahl-Selmer Chris Andrews zum ersten Mal die Stadtfest-Bühne. Anschließend wird Jürgen Drews auftreten. Die Rock-Pop-Schlager-Party läuft bis 1 Uhr nachts. Der Sonntag ist Familientag. Von 11 bis 18 Uhr findet das Stadtfest zwischen Burg Botzlar und Gymnasium rund um die Kreisstraße statt. Es gibt viele Aussteller und Stände zum Bummeln, die Ausstellungen 200 Jahre Fahrrad und 200 Jahre Preußen in Westfalen in der Burg, Münsterlandmeile, Flohmarkt, Fest der Kulturen an der Overbergschule, Streetfood. Am Bürgerhaus geht es musikalisch und tänzerisch zu. Die Geschäfte an der Kreisstraße haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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