So reagiert Selms Partnerstadt auf den Pariser Terror

Walincourt-Selvigny in Frankreich

Die Terroranschläge von Paris bewegen die Menschen in ganz Europa. Aber wie geht es den Einwohnern in Selms französischer Partnerstadt Walincourt-Selvigny zurzeit? Die Selmerin Monika Zientz weiß es. Sie hat persönlichen Kontakt.

SELM

, 15.11.2015, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
So reagiert Selms Partnerstadt auf den Pariser Terror

Laurent Hutin, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins in Selms Partnerstadt Walincourt-Selvigny, hat der Selmer Vorsitzenden Monika Zientz geschildert, wie er sich nach den Terroranschlägen in Paris fühlt.

Die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Selm hat am Samstag eine E-Mail an Laurent Hutin geschickt, an den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins dort, des Comité du jumelage franco-allemand de Walincourt-Selvigny.

„Ich habe ihm mitgeteilt, dass wir hier mit ihnen fühlen“ sagte Monika Zientz am Sonntagvormittag. Die Antwort sei postwendend gekommen. „Und das ist ja auch nicht alltäglich. Laurent Hutin hat mir in seiner E-Mail geschildert, wie es ihm geht.“

"Krieg gegen das Leben und die Freiheit"

„Es ist ein schrecklicher Anschlag auf die Demokratie meiner Welt“, heiße es in der Mail. Hutin schreibe von einem „Krieg gegen das Leben und die Freiheit.“ Es handele sich um Barbarismus. Er habe Angst und verspüre ein Gefühl der Ohnmacht. Dennoch dürfe man nicht „die Arme senken“, sondern sich gegenseitig unterstützen.

Walincourt-Selvigny, mit dem Selm eine mehr als 20-jährige Partnerschaft verbindet, liegt rund 200 Kilometer von Frankreichs Hauptstadt Paris entfernt. Auch die Bundeskanzlerin hat das Mitgefühl der Deutschen mit den Franzosen öffentlich bekundet.

Betroffenheit auch in der englischen Partnerstadt

Aber es sind gerade die privaten Kontakte, die zeigen, wie solidarisch die Menschen sind. Monika Zientz dazu: „Ich habe über Facebook Kontakt zu unserer englischen Partnerstadt Workington. Auch dort ist zu lesen, dass sich die Menschen dort sehr mit den Franzosen verbunden fühlen.“

Das Gefühl, dass wir Freiheit leben, werde in Frankreich zurzeit sehr deutlich. „Und auch bei uns wird das sehr bewusst“, meint Monika Zientz. Es sei wichtig, positiv in die Zukunft zu blicken.

 

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