So soll das neue Selmer Flüchtlingsheim aussehen

Im Industriegebiet

Die Bagger stehen bereit. In dieser Woche soll die ehemalige Diskothek im Selmer Industriegebiet abgerissen werden. Ihr folgt ein Übergangsheim für Flüchtlinge, aufgebaut aus Containern. Schon im Februar soll der Bau fertig sein - dann können die ersten Bewohner einziehen.

SELM

, 11.10.2016, 05:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
So soll das geplante Übergangsheim an der Industriestraße in Selm aussehen.

So soll das geplante Übergangsheim an der Industriestraße in Selm aussehen.

Noch in dieser Woche soll die Genehmigung zum Abriss der Diskothek vorliegen, das Bauunternehmen steht schon in den Startlöchern. Am Wochenende hatten Tierschützer und die Feuerwehr bereits die letzten Bewohner aus dem Gebäude gerettet: rund 300 Goldfische.

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Zurzeit laufen die Ausschreibungen für den Bau und den Betrieb des Übergangsheims. Im Februar soll die Einrichtung stehen, denn dann rechnet die Stadt mit neuen Zuweisungen von Flüchtlingen. Für den Bau der Unterkunft hat der Rat nun der Bereitstellung von 400.000 Euro aus dem Haushalt zugestimmt. Das Geld wird bei anderen Projekten abgezogen.

Insgesamt soll der Bau weiterhin 2 Millionen Euro kosten. Die Verwaltung hat die Planungen nun verfeinert und festgestellt, dass mehr Container für die Integration von Flüchtlingen benötigt werden. Beispielsweise ist nun ein zusätzlicher Container für die Kinderbetreuung vorgesehen. Auch die Kleiderkammer, die von Ehrenamtlichen betrieben wird, soll in dem Übergangsheim einen Platz finden. Zudem sollen die Asylkreise in den Containern Räume bekommen, damit Integrationsangebote direkt vor Ort stattfinden können, heißt es in den Plänen der Stadtverwaltung.

Platz für 200 Menschen

Bis zu 200 Menschen sollen in den Containern untergebracht werden. Dazu wird es pro Container je zwei Hochbetten, also vier Schlafstätten geben. Die Bewohner erhalten außerdem Aufenthaltsräume, in denen auch Teeküchen eingerichtet werden, sagte Bürgermeister Mario Löhr am Donnerstag im Rat.

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Verpflegt werden die Flüchtlinge aber weiterhin zentral in einem großen Catering-Bereich. Dort wird Essen angeliefert, dass im Speisesaal gegessen werden kann. Die Teeküchen sind ein Kompromiss. So bekämen die Flüchtlinge die Möglichkeit, Lebensmittel zu lagern und selbst eine Kleinigkeit neben den Hauptmahlzeiten zuzubereiten, so Löhr. Besonders die UWG hatte gefordert, dass die Flüchtlinge mit Küchen die Möglichkeit bekommen, selbst zu kochen und sich zu versorgen.

Aufenthaltsräume und ein großer Spielplatz

Für die Freizeit ist ein großer Spielplatz für die Kinder geplant. Auch einen Bolzplatz und Platz, damit Erwachsene sich draußen aufhalten können, ist geplant. Auch die Betreuer und das Personal der Unterkunft sollen Sozialräume bekommen, in denen sie sich aufhalten können.

Die Stadt rechnet damit, bis zu 330 Flüchtlinge im kommenden Jahr unterbringen zu müssen. Sie werden auch auf die Standorte in Bork und Cappenberg verteilt. Zudem lässt sich das Übergangsheim an der Industriestraße erweitern. Weitere Wohncontainer und Aufenthaltsräume könnten auf der anderen Seite des geplanten Spielplatzes entstehen. Dann wären Kapazitäten für bis zu 300 Flüchtlinge da

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