So viel Wasser reinigen die Kläranlagen in Selm

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Wo geht eigentlich das Abwasser hin und wo wird es wieder gereinigt? Wir haben uns das Ganze in der näheren Umgebung mal angesehen - von der Herkunft des Abwassers bis zur Reinigungsleistung der Kläranlagen in der Region.

SELM

, 19.11.2015, 15:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach Angaben von Ilias Abawi, Pressesprecher des Lippeverbands, haben die Kläranlagen in Selm, Olfen, Nordkirchen und Lüdinghausen im vergangenen Wasserwirtschaftsjahr, also von Januar bis Dezember 2014, insgesamt knapp 8,4 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt.

Angegeben sind die Mengen des Einleitungswassers von den Kläranlagen in die unterschiedlichen Gewässer. Von dort wird das gereinigte Wasser nämlich in Bäche und Flüsse abgeleitet.

Die Herkunft des Wassers

Aber um welches Wasser handelt es sich? Grob kann man das so zusammenfassen:

  • Gereinigtes häusliches Schmutzwasser, also aus den Abflüssen und Toiletten.
  • Gereinigtes Niederschlagswasser aus dem Einzugsgebiet der Kläranlage. Dabei geht es aber nur um das Wasser, das in die örtliche Kanalisation gelang – auf sogenannten „versiegelten Flächen“.
  • Gereinigtes Fremdwasser: Das gelangt in die unterirdischen Kanäle, wenn sie undicht sind. Dann kann zum Beispiel Sicker- und Grundwasser in das Kanalnetz fließen.
  • Produktionsabwässer der Industrie.

Wassermenge wird zweimal gemessen

An einer Kläranlage wird normalerweise zweimal gemessen: am Einlaufbauwerk, also am Übergabepunkt des öffentlichen Kanalnetzes an die Kläranlage des Lippeverband. Und am Auslaufbauwerk, wo die Kläranlage mit einem Gewässer verbunden ist.

Pauschal kann man aber sagen, dass die Wassermenge im Einlaufbauwerk gleich der Wassermenge im Auslaufbauwerk ist.

In Selm wird das gereinigte Abwasser in den Selmer Bach eingeleitet, in Bork in die Lippe und in Cappenberg in den Gerlingsbach.  In Lüdinghausen fließt es in die Stever, in Nordkirchen in den Teufelsbach und in Olfen in den Dattelner Mühlenbach.

 

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