So war mein Selbstversuch bei „Selm bewegt sich“

Praktikantin Lara testet

„Selm bewegt sich“: bei der Aktion soll insbesondere die Motorik geschult werden. In dieser Woche waren daher die Viertklässler aller Grundschulen gefragt – gestern die Overbergschule: Ein großer Motoriktest stand auf dem Programm. Unsere Praktikantin Lara Stumpf hat den Selbstversuch gewagt und ist dabei ordentlich ins Schwitzen gekommen.

SELM

28.09.2016, 15:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Motoriktest von Selm bewegt sich: Praktikantin Lara im Selbstversuch.

Der Motoriktest von Selm bewegt sich: Praktikantin Lara im Selbstversuch.

Erschöpft ließen sich die Kinder der Overbergschule auf den Boden fallen. Viele waren erleichtert: Denn am Mittwoch mussten die vierten Klassen der Selmer Grundschule ihre Fitness unter Beweis stellen. „Selm bewegt sich“ stand auf ihren T-Shirts – und als Überschrift über dieser Doppelstunde Sport in der Dreifach-Turnhalle.

Von Station zu Station

Ich habe am Motoriktest teilgenommen – und ihn sogar mit einer guten Leistung bestanden. Als erstes wurde gesprintet. Danach konnte ich immer weiter von Station zu Station gehen, ganz so, wie die Viertklässler. Ich bin 14 Jahre alt, die anderen Kinder waren zwischen 9 und 10 Jahren. Dass ich etwas besser war als sie, war also ganz normal.

Der Selbstest mit vielen Fotos:

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Selm bewegt sich: Der RN-Fitness-Selbsttest

"Selm bewegt sich": Ich heiße Lara Stumpf und wohne eigentlich in Olfen. Aber ich habe bei diesem Fitness-Testprogramm mitgemacht: Ich bin Praktikantin der Ruhr Nachrichten und war ohnehin für einen Bericht in der Sporthalle dabei, als die 4b der Overbergschule das Programm absolvierte. So sah das im Ruhr-Nachrichten-Test aus.
28.09.2016
/
Für unsere Praktikantin kam dann der Ernst des Lebens: Nach der Beobachtung machte Lara Stumpf (14) von der Gesamtschule Olfen den Selbsttest. Die Fußballspielerin unterhielt sich erst mit Lehrer Ralf Krieger von der Sekundarschule übre den Ablauf. Dann legte sie los.© Foto: Tobias Weckenbrock
Für unsere Praktikantin kam dann der Ernst des Lebens: Nach der Beobachtung machte Lara Stumpf (14) von der Gesamtschule Olfen den Selbsttest. Die Fußballspielerin unterhielt sich erst mit Lehrer Ralf Krieger von der Sekundarschule übre den Ablauf. Dann legte sie los.© Foto: Tobias Weckenbrock
In dieser Tabelle kann man nachsehen, welche Leistung für welches Alter als überdurchschnittlich gilt, welche als mittel und welche als unterdurchschnittlich.© Foto: Tobias Weckenbrock
Und jetzt geht Lara Stumpf an den Start: Die Olfenerin sprintete bei "Selm bewegt sich" in 3,6 Sekunden über 20 Meter. Das war ein richtig guter Wert.© Foto: Tobias Weckenbrock
Und jetzt geht Lara Stumpf an den Start: Die Olfenerin sprintete bei "Selm bewegt sich" in 3,6 Sekunden über 20 Meter. Das war ein richtig guter Wert.© Foto: Tobias Weckenbrock
Lara Stumpf, Ruhr-Nachrichten-Praktikantin von der Wolfhelmgesamtschule Olfen, machte den Test: Wie schwierig sind die Übungen bei "Selm bewegt sich" eigentlich? Beim Ausstrecken nach unten staunte Ralf Joswig vom Stadtsportverband - ganz schön sportlich, unsere Praktikantin!© Foto: Tobias Weckenbrock
Lara Stumpf, Ruhr-Nachrichten-Praktikantin von der Wolfhelmgesamtschule Olfen, machte den Test: Wie schwierig sind die Übungen bei "Selm bewegt sich" eigentlich? Beim Ausstrecken nach unten staunte Ralf Joswig vom Stadtsportverband - ganz schön sportlich, unsere Praktikantin!© Foto: Tobias Weckenbrock
Lara Stumpf, Ruhr-Nachrichten-Praktikantin von der Wolfhelmgesamtschule Olfen, machte den Test: Wie schwierig sind die Übungen bei "Selm bewegt sich" eigentlich? Beim Ausstrecken nach unten staunte Ralf Joswig vom Stadtsportverband - ganz schön sportlich, unsere Praktikantin!© Foto: Tobias Weckenbrock
Lara Stumpf bei Annika Tautz an der Liegestütz-Station: Auch hier zeigte die Olfenerin, dass sie sehr sportlich ist.© Foto: Tobias Weckenbrock
Lara Stumpf bei Annika Tautz an der Liegestütz-Station: Auch hier zeigte die Olfenerin, dass sie sehr sportlich ist.© Foto: Tobias Weckenbrock
Lara Stumpf bei Annika Tautz an der Liegestütz-Station: Auch hier zeigte die Olfenerin, dass sie sehr sportlich ist.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte

Ausgleich zum tristen Schulalltag

An jeder Station wurde etwas anderes von mir erwartet und gefordert. Ich finde, dass das eine gute Abwechslung zum Schulalltag war – und gleichzeitig fördert es den Sport bei Kindern, die mit viel Spaß dabei waren. An jeder der acht Stationen standen Lehrer oder ehrenamtliche Helfer. So auch die Schülerinnen aus der Oberstufe des Gymnasiums, die als Sporthelfer arbeiten.

Am Ende konnte man durch den Test erfahren, wo persönliche Stärken und Schwächen liegen. Ich mochte die Station mit der „Rumpfbeuge“ am liebsten: Da ich recht gelenkig bin, habe ich ein richtig gutes Ergebnis erreicht. Weniger gefallen hat mir der Standweitsprung. In solchen Dingen bin ich leider nicht sonderlich gut.

Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer gefordert

Sehr anstrengend waren die Einheiten mit Sit-ups oder Liegestütz. An diesen Stationen kommt es sehr auf die Muskelkraft an. 40 Sekunden alles zu geben ist bei solchen Aufgaben echt schwierig – nach der Hälfte der Zeit merkte man wirklich, wie die Kraft schwand.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Selm bewegt sich: So fit sind unsere Viertklässler

"Selm bewegt sich": So heißt ein landesweites Sport-Test-Programm, bei dem sich Viertklässler untereinander messen. Dabei wird das sportliche Leistungsvermögen und die Koordinationsfähigkeit in unterschiedlichen Disziplinen gemessen. Auch Körpergewicht und -größe für die Erhebung des BMI sind inklusive. Seit 2011 macht Selm unter dem Label "Selm bewegt sich" mit. Wir haben uns angesehen, wie das abläuft.
28.09.2016
/
Mit einem 20-Meter-Sprint geht es los: Einige Viertklässler der Overbergschule schafften das in unter vier Sekunden - das ist dann schon eine gute Zeit.© Foto: Tobias Weckenbrock
Mit einem 20-Meter-Sprint geht es los: Einige Viertklässler der Overbergschule schafften das in unter vier Sekunden - das ist dann schon eine gute Zeit.© Foto: Tobias Weckenbrock
Mit einem 20-Meter-Sprint geht es los: Einige Viertklässler der Overbergschule schafften das in unter vier Sekunden - das ist dann schon eine gute Zeit.© Foto: Tobias Weckenbrock
Mit einem 20-Meter-Sprint geht es los: Einige Viertklässler der Overbergschule schafften das in unter vier Sekunden - das ist dann schon eine gute Zeit.© Foto: Tobias Weckenbrock
Mit einem 20-Meter-Sprint geht es los: Einige Viertklässler der Overbergschule schafften das in unter vier Sekunden - das ist dann schon eine gute Zeit.© Foto: Tobias Weckenbrock
Mit einem 20-Meter-Sprint geht es los: Einige Viertklässler der Overbergschule schafften das in unter vier Sekunden - das ist dann schon eine gute Zeit.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im Liegestütz-Stand eine Hand vom Boden nehmen, dann bäuchlings hinlegen und wieder hoch: Wie oft schaffst du das in 40 Sekunden? Sporthelferin Annika Tautz aus der Q1 des Gymnasiums passt genau auf. Hinten sieht man die nächste Station: Sit-Ups.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sprinten unter den Augen der Lehrer, Sporthelfer und Sportabzeichen-Abnehmer, die genau auf die Zeit schauen: Das war das Programm bei "Selm bewegt sich" für die Viertklässler in dieser Woche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sprinten unter den Augen der Lehrer, Sporthelfer und Sportabzeichen-Abnehmer, die genau auf die Zeit schauen: Das war das Programm bei "Selm bewegt sich" für die Viertklässler in dieser Woche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sprinten unter den Augen der Lehrer, Sporthelfer und Sportabzeichen-Abnehmer, die genau auf die Zeit schauen: Das war das Programm bei "Selm bewegt sich" für die Viertklässler in dieser Woche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im Liegestütz-Stand eine Hand vom Boden nehmen, dann bäuchlings hinlegen und wieder hoch: Wie oft schaffst du das in 40 Sekunden? Sporthelferin Annika Tautz aus der Q1 des Gymnasiums passt genau auf.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im Liegestütz-Stand eine Hand vom Boden nehmen, dann bäuchlings hinlegen und wieder hoch: Wie oft schaffst du das in 40 Sekunden? Sporthelferin Annika Tautz aus der Q1 des Gymnasiums passt genau auf.© Foto: Tobias Weckenbrock
Annika Winkelmann aus der Oberstufe des Gymnasiums war als Sporthelferin eingeteilt. Sie schaute genau auf die korrekte Ausübung der Mess-Aufgabe an dieser Station: Wie tief kommst du bei gestreckten Beinen mit den Armen herunter?© Foto: Tobias Weckenbrock
Sit-Ups: Wie viele davon schaffst du in einer bestimmten Zeit? Auch hier wurde genau protokolliert für jedes Kind, wie viel es schafft. Am Ende werden die Daten eingegeben, übermittelt und dann statistisch ausgewertet. So kann man hinterher in Vergleichen sehen, wie fit die Viertklässler in Selm sind.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sit-Ups: Wie viele davon schaffst du in einer bestimmten Zeit? Auch hier wurde genau protokolliert für jedes Kind, wie viel es schafft. Am Ende werden die Daten eingegeben, übermittelt und dann statistisch ausgewertet. So kann man hinterher in Vergleichen sehen, wie fit die Viertklässler in Selm sind.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sit-Ups: Wie viele davon schaffst du in einer bestimmten Zeit? Auch hier wurde genau protokolliert für jedes Kind, wie viel es schafft. Am Ende werden die Daten eingegeben, übermittelt und dann statistisch ausgewertet. So kann man hinterher in Vergleichen sehen, wie fit die Viertklässler in Selm sind.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sit-Ups: Wie viele davon schaffst du in einer bestimmten Zeit? Auch hier wurde genau protokolliert für jedes Kind, wie viel es schafft. Am Ende werden die Daten eingegeben, übermittelt und dann statistisch ausgewertet. So kann man hinterher in Vergleichen sehen, wie fit die Viertklässler in Selm sind.© Foto: Tobias Weckenbrock
Alle Kinder werden mit "Ich bin dabei"-T-Shirts ausgestattet. Vorne steht der Schriftzug "Selm bewegt sich". So macht Sport Spaß!© Foto: Tobias Weckenbrock
Alle Kinder werden mit "Ich bin dabei"-T-Shirts ausgestattet. Vorne steht der Schriftzug "Selm bewegt sich". So macht Sport Spaß!© Foto: Tobias Weckenbrock
Annika Winkelmann aus der Oberstufe des Gymnasiums war als Sporthelferin eingeteilt. Sie schaute genau auf die korrekte Ausübung der Mess-Aufgabe an dieser Station: Wie tief kommst du bei gestreckten Beinen mit den Armen herunter?© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Jeder Schüler hatte so einen offiziellen Laufbogen, auf dem genau protokolliert wird, wie gut er an welcher Station war.© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Und noch eine schöne Station: Aus dem Stadt springen mussten die Viertklässler der Overbergschule bei Sporthelferin Jule Nigbur aus der Q1 des Gymnasiums. Die nahm dann genau Maß - und jedes Kind hatte zwei Versuche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Und noch eine schöne Station: Aus dem Stadt springen mussten die Viertklässler der Overbergschule bei Sporthelferin Jule Nigbur aus der Q1 des Gymnasiums. Die nahm dann genau Maß - und jedes Kind hatte zwei Versuche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Annika Winkelmann aus der Oberstufe des Gymnasiums war als Sporthelferin eingeteilt. Sie schaute genau auf die korrekte Ausübung der Mess-Aufgabe an dieser Station: Wie tief kommst du bei gestreckten Beinen mit den Armen herunter?© Foto: Tobias Weckenbrock
Und noch eine schöne Station: Aus dem Stadt springen mussten die Viertklässler der Overbergschule bei Sporthelferin Jule Nigbur aus der Q1 des Gymnasiums. Die nahm dann genau Maß - und jedes Kind hatte zwei Versuche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Und noch eine schöne Station: Aus dem Stadt springen mussten die Viertklässler der Overbergschule bei Sporthelferin Jule Nigbur aus der Q1 des Gymnasiums. Die nahm dann genau Maß - und jedes Kind hatte zwei Versuche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Und noch eine schöne Station: Aus dem Stadt springen mussten die Viertklässler der Overbergschule bei Sporthelferin Jule Nigbur aus der Q1 des Gymnasiums. Die nahm dann genau Maß - und jedes Kind hatte zwei Versuche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Und noch eine schöne Station: Aus dem Stadt springen mussten die Viertklässler der Overbergschule bei Sporthelferin Jule Nigbur aus der Q1 des Gymnasiums. Die nahm dann genau Maß - und jedes Kind hatte zwei Versuche.© Foto: Tobias Weckenbrock
Balancieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Erst ging es für jedes Kind vorwärts über die Balken, von breit bis schmal aufgereiht. Und danach rückwärts.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte

Wettbewerbsgedanke schon bei den Jüngsten

Ich halte den Test für sehr sinnvoll, um die Kinder zu motivieren, mehr Sport zu treiben. Vielleicht entscheiden sie sich ja auch dazu, in einen Verein zu gehen – ich selbst spiele beim SuS Olfen Fußball. Nicht so gut ist, dass die Kinder sich vergleichen: Einige haben sich sicherlich schlecht gefühlt, weil sie nicht so ein gutes Ergebnis hatten wie ihre Mitschüler. Aber ein bisschen gehört dieser Wettbewerbsgedanke zum Sport schließlich dazu.

Das ist das Konzept von „Selm bewegt sich“:

Acht Stationen müssen die Kinder absolvieren. Dort wird genau Protokoll geführt.
Neben Name und Geburtsdatum wird darin auch Größe und Gewicht festgehalten und der Body-Mass-Index (BMI) ausgerechnet.
Ausgebildete Lehrer, Sporthelfer aus der Oberstufe des Gymnasiums oder Ehrenamtliche prüfen die Werte oder die Zeit an den verschiedenen Stationen.
Jeder Schüler bekommt seine eigene Leistungskurve, um zu sehen, wo Schwächen oder Stärken liegen.
Ralf Krieger ist Lehrer an der Sekundarschule und Leiter des Projekts, das schon seit sieben Jahren angeboten wird.
Nach dem Test bekommen die Kinder einen Sport-Schnupperpass, in dem steht, welche Sportvereine es in Selm gibt. Dann können sie schauen, was sie interessiert und dort mal rein schnuppern. Sie bekommen dann einen Gutschein, um sechs Wochen kostenlos in einem Verein zu trainieren. So sollen die Kinder mehr Sport machen und die Vereine mehr Mitglieder bekommen.

Lesen Sie jetzt