Sonja Börger sorgt für technischen Support an Selmer Schulen

rnDigitalisierung an Schulen

Ihr Büro ist im Amtshaus in Bork, aber eigentlich ist sie größtenteils unterwegs - an den Schulen in Selm. Sonja Börger (40) ist zuständig für den Second Level Support in Selm.

Selm

, 06.11.2020, 12:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 23. März hat Sonja Börger ihren Dienst im Amtshaus in Bork angetreten - und sie kam zu diesem Zeitpunkt wie gerufen.

Für die Stadt Selm leistet die Fachinformatikerin den technischen Support der Schulen. Die frisch geschaffene Vollzeitstelle bei der Stadt Selm bekam im Frühjahr 2020 noch mal eine gesteigerte Relevanz: Am 18. März waren angesichts der Corona-Pandemie gerade die Schulen geschlossen worden - Fernunterricht, digitales Lernen, Vernetzung: Auf einmal musste das alles ganz schnell funktionieren. Ein bisschen wurde Sonja Börger damals also „ins kalte Wasser geworfen“, sagt Sylvia Engemann, Beigeordnete der Stadt Selm. Und wirft ihr dabei ein Lächeln zu.

Unabhängig von Corona war es auch zu diesem Zeitpunkt schon das im Medienentwicklungsplan festgeschriebene Ziel der Stadt, jede Schule mit einem Server auszustatten und die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung weiter auszubauen. Die Pandemie hat den Prozess dann aber zwangsläufig beschleunigt, sagen Sonja Börger und Sylvia Engemann im Herbst in der Rückschau.

Testversion von iServ damals am Gymnasium

Das Gymnasium, so erzählt Sonja Börger, sei die erste Schule gewesen, die die Testversion von iServ - einer digitalen Lernplattform für Schulen - ausprobiert habe. Mittlerweile arbeiten alle Selmer Schulen damit - und Sonja Börger unterstützt sie dabei.

Schon bevor sie die neu geschaffene Stelle bei der Stadt Selm angetreten hat, war die Borkerin keine Unbekannte in der Selmer Schullandschaft: An der Sekundarschule hat sie die Roboter-AG und die Informatik-AG geleitet. Ihre Ausbildung hat die 40-Jährige bei der Telekom gemacht. „Für mich war aber immer klar, dass ich etwas mit Schulen machen möchte“, sagt sie im Gespräch mit der Redaktion.

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Aber: Was genau macht sie eigentlich an den Schulen? Sie leistet - auch im Team zusammen mit der EDV-Abteilung der Stadt Selm - den sogenannten Second Level Support. Für den First Level Support sind Lehrer vor Ort zuständig. Sie werden zuerst gerufen, wenn es technische Probleme gibt. Können sie diese nicht lösen, wenden sich die Schulleitungen - im zweiten Schritt - an Sonja Börger. „Es gibt immer mal Netzwerke, die nicht funktionieren, oder Technik, die in Betrieb genommen werden muss“, sagt sie. Auch das Schreiben von Anleitungen - etwa eben für iServ - gehört in ihren Zuständigkeitsbereich.

Viel vor Ort an den Schulen

Bevor es die Stelle von Sonja Börger gab, haben die Schulen bei größeren Problemen Dienstleiter beauftragt. Der Stadt war es aber wichtig, da eine eindeutige Zuständigkeit zu schaffen - und sie freut sich jetzt, dass es Sonja Börger gibt, sagt Sylvia Engemann. Die Beigeordnete deutet auch an, dass es in Zukunft vielleicht noch mehr Personal für diesen Bereich geben muss: Rund 500 iPads sollen Ende des Jahres in den Schulen eintreffen - das Land hat sie angesichts der Pandemie als Sofortausstattung für die Kommunen gefördert.

Eine Förderung, die nicht so recht zu Ende gedacht ist, wie Sylvia Engemann schon in der Ausschusssitzung, als das vorgestellt wurde, gesagt hatte. Noch nicht sei nämlich geklärt, wie genau die Wartung der zusätzlichen Geräte personell sichergestellt werden soll.

Sonja Börger hat schon jetzt jede Menge zu tun, sagt sie. „Es ist sehr viel im Moment“, sagt sie. In ihrem Büro im Amtshaus ist sie trotzdem nicht so oft - sondern eher vor Ort, an den Selmer Schulen.

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