Sonntagsmesse in Cappenberg ist ausgebucht trotz Krise in der Kirche

Kirche

Wegen Überfüllung geschlossen: Das stand schon lange nicht mehr an Kirchentüren. Am Sonntag (28. 2.) wird das in Cappenberg der Fall sein trotz der anhaltenden Krise. Das hat zwei Gründe.

Cappenberg

, 27.02.2021, 12:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Komplett eingerüstet ist der Innenraum der Stiftskirche in Cappenberg. Dort wird schon seit vielen Monaten kein Gottesdienst mehr gefeiert.

Komplett eingerüstet ist der Innenraum der Stiftskirche in Cappenberg. Dort wird schon seit vielen Monaten kein Gottesdienst mehr gefeiert. © Marie Rademacher (A)

Die Katholische Kirche ist in der Krise. Das hat zuletzt die Deutsche Bischofskonferenz vor Augen geführt, die vier Tage lang über Missbrauchsskandal, Vertuschung und Austrittswelle beraten hat. Dass Kirchen wegen Überfüllung schließen müssten, ist damit zurzeit noch unwahrscheinlicher als ohnehin schon. Genau das wird aber am Sonntag (28. 2.) in Cappenberg der Fall sein: alles voll, nichts geht mehr. Das hat zwei Gründe.

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Der erste Grund: An dem zweiten Sonntag der aktuellen Buß- und Fastenzeit gibt es in der zweitkleinsten Gemeinde des Bistums Münster eine Zäsur. Pater Gregor Pahl, der Gemeindepfarrer, nimmt nach vier Jahren Abschied. Er geht zurück nach Duisburg in die dortige Prämonstratenser-Abtei, die traditionell die Geistlichen für die Stiftskirche Cappenberg stellt. Am Sonntag um 10 Uhr wird er zum letzten Mal als Gemeindepfarrer von Cappenberg und Langern die Messe feiern. Sein Nachfolger, Pater Joachim Hagel, wird eine Woche später eintreffen. Er war zuletzt am Wolfgangsee tätig.

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Der zweite Grund für die Überfüllung: Für die Gottesdienste steht schon seit fast einem Jahr nicht mehr die Stiftskirche zur Verfügung. Das 900 Jahre alte Gotteshaus wird umfangreich saniert. Die gräfliche Familie von Kanitz stellt seitdem ihr Schlosstheater nebenan zur Verfügung. Dort passen unter Corona-Bedingungen aber nur 60 Menschen hinein.

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