Sozialkaufhaus in Nordkirchen gerettet Verantwortliche haben zutiefst menschlich gehandelt

Im Sozialkaufhaus gibt es auch Kleidung für Jungen und Mädchen zu kaufen.
Im Sozialkaufhaus gibt es auch Kleidung für Jungen und Mädchen zu kaufen. © Arndt Brede
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Im Sozialkaufhaus „Store and more“ am Ludwig-Becker-Platz in Nordkirchen können vor allem bedürftige Menschen gut erhaltene Kleidung kaufen. Haushaltswaren auch. Für kleines Geld. Mit dem Wechsel der Trägerschaft von der katholischen Kirchengemeinde zum Caritasverband haben die Beteiligten verhindert, dass das Sozialgefüge in der Gemeinde Nordkirchen einen tiefen Riss bekommen hat. Hätten sie das nicht getan, wären Ehrenamtliche per Gesetz gezwungen worden, kaufmännische und administrative Aufgaben wie das Führen eines Kassensystems mit Quittungen etc. zu übernehmen. Das hätte womöglich das Aus für das Sozialkaufhaus bedeutet.

Bis zu 60 Menschen jeden Alters kommen in der Woche, um bei „Store and more“ einzukaufen. Sollte eine solch wichtige Einrichtung an gesetzlichen Vorgaben scheitern? Nein, sagten sich die Verantwortlichen. Gut so.

Worum geht es denn bei „Store and more“? Es geht um ein niedrigschwelliges und günstiges Versorgungsangebot vorrangig für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Das Wörtchen „more“ steht aber auch für Begegnungen und Gespräche. Sie sind wichtig. Sie können dazu beitragen, dass Menschen, die in eine schlimme Lage geraten sind, ihr Selbstwertgefühl nicht verlieren.

Denen, die „Store and more“ gerettet haben, sei Dank. Ja, sie haben zutiefst menschlich gehandelt.