Die AG60 Plus im SPD-Stadtverband Selm hat Marktbesucher in Bork und Selm nach ihrer Meinung zum Seniorenzentrum in Bork befragt. Das Ergebnis war eindeutig. © SPD
Standortdiskussion

SPD stellt nach Umfrage zum Seniorenzentrum Bork eine klare Forderung

Der Streit um das geplante Seniorenzentrum in Bork geht in die nächste Runde. Nach einem knappen Votum im Stadtrat für einen Runden Tisch hat die AG60 Plus der SPD eine Umfrage gestartet.

Der Bau eines Seniorenzentrums in Bork entwickelt sich immer mehr zu einer unendlichen Geschichte und zu einem Streit unter den Parteien im Stadtrat. Vor wenigen Wochen hatte sich der Rat nach langer Beratung mit 17 Ja-Stimmen (CDU, UWG, Grüne und 1 Stimme Gemeinsam für Selm) und 14 Nein-Stimmen (SPD, Familienpartei, FDP, 1 GfS) für einen CDU-Antrag ausgesprochen. Damit muss ein runder Tisch eingerichtet werden, der sich mit der Standortfrage des Seniorenzentrums in Bork beschäftigt.

In der Bürgerschaft rege sich – anders als noch vor Jahren, als der Grundsatzbeschluss fiel – Widerstand gegen das Bauprojekt auf dem Marktplatz, hatte in der Ratssitzung Michael Zolda (CDU) gesagt und damit den Antrag begründet. „Und wenn der runde Tisch zu dem Ergebnis kommt, dass es keine realistische, zeitnah umzusetzende Möglichkeit gibt, an einem anderen Standort zu bauen, dann ist das so“, ergänzte CDU-Fraktionschef Herbert Mengelkamp.

Neues Seniorenzentrum in Borker Mitte oder neben Lidl/Rossmann?

Hubert Seier (UWG) sieht da aber gar nicht schwarz: „Wenn es uns gelingt, einen attraktiven Standort zu finden, der größer ist als der jetzige, kann man der Caritas doch das Angebot machen.“ Welcher Standort gemeint ist, war allen klar: das Neubaugebiet Neuenkamp am Nahversorgungszentrum Lidl/Rossmann.

Die AG60 Plus im SPD-Stadtverband Selm wollte nach eigener Aussage genauer wissen, wie die Menschen in Bork die Situation beurteilen und welchen Standort sie favorisieren. „Wir haben am Donnerstag, 29. Oktober auf dem Borker Markt und am Freitag, 30. Oktober auf dem Selmer Markt die Bürger nach Ihrer Meinung gefragt“, sagt Rolf Ohligschläger, Vorsitzender der AG60 Plus im SPD Stadtverband. Dabei habe sich ein anderes Bild ergeben als von Michael Zolda in der Ratssitzung dargestellte.

„Es wurden insgesamt 61 Besucher befragt. 82 Prozent der Befragten waren dafür, dass die Caritas mit dem Bau nun beginnen sollte. 16,4 Prozent lehnen den Bau an der geplanten Stelle ab und 1,6 Prozent war es egal“, nennt Ohligschläger die Zahlen. „Überraschend war, dass die Zustimmung auf dem Borker Markt mit 84,6 Prozent sogar größer gewesen ist als auf dem Selmer Markt (80 Prozent).“ Es zeigte sich, dass die „große Mehrheit die Notwendigkeit der Einrichtung sieht und die Einrichtung eines runden Tisches nicht versteht.“

Für die AG60 Plus im SPD-Stadtbezirk steht deshalb fest, dass diese Einrichtung „dringend für die Menschen in unserer Stadt benötigt wird. Deshalb sollte so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden.“ Bereits in der Ratssitzung hat sich Ohligschläger für einen schnellen Baubeginn stark gemacht: „Wir müssen alles dafür tun, dass es jetzt losgeht und nicht noch drei-vier Jahre neu planen.“

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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