Spendensammlung aus Selm erzielt bestes Ergebnis seit Jahren

Rumänienhilfe

Zwei große LKW und rund 140 Kubikmeter Spenden: die Sammlung der Rumänienhilfe der Gruppe „agape“ war ein voller Erfolg. Christiane Uckart-Erley weiß: „Die Selmer Sachen sind heiß begehrt.“

Selm

, 27.01.2019, 12:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Verladen der Kartons halfen viele Freiwillige mit.

Beim Verladen der Kartons halfen viele Freiwillige mit. © Antje Pflips

Der Volksmund sagt: „Viele Hände schnelles Ende.“ Das galt auch für die Beladung der vielen Hundert Pakete, Säcke und Koffer für die Rumänienhilfe des Vereins agape. Rund 60 freiwillige Helfer packten am Evangelischen Gemeindezentrum am Markt am Samstag, 26. Januar, mit an. Nach knapp zwei Stunden war alles in den beiden riesigen Lkw verladen.

Bis unter die Decke des Gemeinderaums stapelten sich die Spenden. Dazu trugen Spender aus Selm, Olfen, Lüdinghausen, Nordkirchen, Südkirchen und Umgebung bei. „Ich bin überwältigt von der großen Hilfe für unser Projekt, das wir schon viele Jahre unterstützen“, sagte Christiane Uckat-Erley, ehemalige Pfarrerin der Gemeinde. Rund 140 Kubikmeter an Spenden sind so zusammen gekommen. „Das weitaus beste Ergebnis seit Jahren.“ Besonders freute sie sich über die Mithilfe des Asylkreises.

Nicht nur für das Kinderdorf, sondern auch das Umfeld

Uckat-Erley engagiert sich bereits seit 26 Jahren für die Hilfsaktion zugunsten des Kinderdorfs Canaan in Rumänien. In den Kartons finden sich neben Kleidung, Tisch- und Bettwäsche auch Hygieneartikel, die dringend gebraucht werden.

Christiane Uckat-Erley war froh über viele Materialien, die ein ehemaliger Pflegedienst abgab. Aber auch Hinterbliebene von Pflegebedürftigen spendeten dringend benötigte Pflegeartikel. „Die brauchen wir unbedingt für die Sozialarbeit mit den älteren Menschen“, sagte sie. Der Verein unterstützt nicht nur das Kinderdorf, sondern auch das Umfeld. Uckat-Erley: „Es gibt dort so viele Menschen, die in bitterer Armut leben und sonst nur sehr geringe Zuwendungen erhalten“. Und noch etwas kam zu den Spenden hinzu: Rollatoren, Rollstühle und ein Treppensteiger für Rollstühle.

„Die Selmer Sachen sind heiß begehrt“

Rund fünfzig Haushalte hatten die Spendensammler des Vereins im Vorfeld besucht. Sie erhielten viele gefüllte Kartons. Durchgesehen wird vorher keiner. „Das können wir nicht leisten“, erklärt Uckat-Erley. Dass die Spenden aber wirklich gut sortiert sind, erfährt sie von Rückmeldungen aus Rumänien: „Die Selmer Sachen sind heiß begehrt“, erzählte sie. Weil diese gut erhalten und sortiert seien.

Zum Transport der Ladung wird seit vielen Jahren die Firma Duvenbeck engagiert, die auch für Aktionen anderer Kirchengemeinden zur Verfügung steht. Doch die Kleiderspenden helfen nicht allein. Zur Finanzierung der Gehälter, der Ausstattung der Einrichtung oder für Neubauten wird der Inhalt eines der beiden Lkw an rumänische Händler verkauft. „Die können so auch noch etwas verdienen und wir können das Projekt weiter finanzieren“, erklärte Uckat-Erley.

Mehr Informationen zu der Aktion gibt es hier.
Lesen Sie jetzt

Vom 14. bis 25. Januar führt die Evangelische Kirchengemeinde Selm die mittlerweile 26. Altkleidersammlung durch. Die Beteiligung der Bürger ist dringend notwendig.

Lesen Sie jetzt