Stadt hat Baustellen-Schleichwege in Selm gesperrt

Kreisstraße

Die Umgehung der Baustelle an der Kreisstraße über die Straße Am Kreuzkamp ist seit Montagmorgen nicht mehr möglich. Poller verhindern nun, dass Autofahrer Schleichwege nehmen. Die genervten Anwohner können also aufatmen – allerdings: nicht überall.

SELM

, 08.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Stadt hat Baustellen-Schleichwege in Selm gesperrt

Auch die Fahrt zu Rossmann ist über die Kreisstraße nicht möglich.

Am Montagmorgen haben die Stadtbetriebe die Poller an der Einmündung Beifanger Weg / Am Kreuzkamp aufgestellt. Doch viele Autofahrer hatten von der bevorstehenden Sperrung nichts erfahren. Immer wieder befuhren PKW-Fahrer die Straße Am Kreuzkamp, doch an der Einmündung Beifanger Weg ging es nicht weiter. Die Verkehrsteilnehmer mussten ihre Fahrzeuge zurücksetzen. Auch aus dem Bereich Beifanger Weg standen Autofahrer überrascht vor der Sperre.

 

 

„Es sind an der Kreuzung Sandforter Weg / Beifanger Weg und an der Volksbank Schilder aufgestellt worden, die darauf hinweisen, dass die Zufahrt zur B236 nicht möglich ist“, erklärte Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage. Die beiden Schilder sind gut zu erkennen, doch auch Montagmittag standen immer wieder Fahrzeuge vor der Sperre, mussten zurücksetzen.

Verwirrendes Rossmann-Schild

Auch die anderen Schilder sind aufgestellt. So ist ein Abbiegen von der B236 auf den Feldweg in Richtung Am Kreuzkamp nicht mehr möglich, da es sich um eine Einbahnstraße handelt. Eine Fahrt ist nur in Richtung B236 möglich. Zudem ist ein Teil der Alten Zechenbahn in Richtung Am Kreuzkamp Einbahnstraße.

Verwirrend ist ein Schild an der Kreisstraße einige Meter vor dem Kreisverkehr Botzlarstraße. Weist ein großes Schild auf die Sperrung hin, so wird auf einem weiteren Schild Kunden der Drogeriekette Rossmann empfohlen, geradeaus zu fahren. Malte Woesmann: „Dies ist kein städtisches Schild. Wir haben die Firma darauf hingewiesen, dies Schild sei zurzeit nicht sinnvoll.“ Die Firma habe es aber bisher nicht abgenommen.

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Chaotische Szenen auf Selmer Nebenstraßen

Weil die Kreisstraße gesperrt ist, nutzen viele Autofahrer in Selm kleine Nebenstraßen und Feldwege. Die Leidtragenden sind die Anwohner.
13.07.2017
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Benz gegen Ford. Der Ford muss weichen und fährt rückwärts.© Foto: Martina Niehaus
Parkende Autos in der Schulstraße werden plötzlich zum Problem.© Foto: Martina Niehaus
Wer ist hier schneller? Die Anwohner müssen aufpassen, dass sie nicht unter die Räder kommen.© Foto: Martina Niehaus
Auch ein kleiner Waldweg sorgt für Abwechslung auf der Privat-Umleitung.© Foto: Martina Niehaus
Die Schulstraße ist zum beliebten Ausflugsziel geworden.© Foto: Martina Niehaus
Nichts wie hinein in die Schulstraße!© Foto: Martina Niehaus
Ab geht's in Richtung Wohngebiet Kreuzkamp.© Foto: Martina Niehaus
Am Kreuzkamp kann es schon mal eng werden. Aber durch wollen sie alle.© Foto: Martina Niehaus
Eigentlich dürfte hier nicht so viel Verkehr herrschen...aber die Abkürzung ist beliebt.© Foto: Martina Niehaus
Wäre doch gelacht, wenn man da nicht durchpasst...© Foto: Martina Niehaus
Auf dem Feldweg in Selm herrscht ein Kommen und Gehen.© Foto: Martina Niehaus
Wie man sieht, kann es hier bei Gegenverkehr schon mal auf den Randstreifen gehen.© Foto: Martina Niehaus
Am Autohaus Rüschkamp kommt man wieder auf die Kreisstraße. Puh - geschafft!© Foto: Martina Niehaus
Die Stadtwerke-Mitarbeiter kommen mit dem Ausbessern des Feldwegs kaum nach.© Foto: Martina Niehaus
Ein Ausflug ins Grüne macht doch richtig Spaß.© Foto: Martina Niehaus
Für die Anwohner am Kreuzkamp sind gemütliche Stunden im Vorgarten unmöglich geworden.© Foto: Martina Niehaus
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Noch am Freitag herrschte auf den Schleichwegen durch das Baugebiet Kreuzkamp-West und die Schulstraße Hochbetrieb von Fahrzeugen, die die Kreisstraßen-Baustelle umfahren wollten. Autos und Lieferwagen mit UN-Kennzeichen und von auswärts schlängelten sich durch die Straßen Am Kreuzkamp, Beifanger Weg und Schulstraße. Einige mit ganz schön hohem Tempo. Ziemlich nervig für die Anwohner – zumindest wohl, bevor die Stadt am Montag eingriff.

Anwohner an der Buddenbergstraße sind sauer

Richtig sauer war auch so mancher Anwohner an der Buddenbergstraße. Die wird noch immer als Umfahrungsweg genutzt, obwohl das so nicht ausgeschildert ist. Doch für diesen Schleichweg hat die Stadt keine Maßnahmen geplant, sagt Malte Woesmann. Dabei führen „alle hier her“, beschwerte sich Walter Koch, der an der Buddenbergstraße wohnt.

Im Berufsverkehr sei die Straße so voll, dass er kaum noch aus seiner Ausfahrt fahren kann, erzählt Koch. „Die hupen dann auch noch“, sagt der Anwohner über die Autofahrer, die nicht warten können, bis er eine Lücke gefunden hat, um auf die Einfahrt zu biegen. Ein Lichtblick sieht Koch in einigen Monaten: Wenn die Baustelle einen Abschnitt weiter zieht, ist die Einfahrt in die Buddenbergstraße endlich gesperrt.

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