Stadt Selm prüft Ermäßigungen der Hundesteuer

Halter zuversichtlich

Ein konstruktives 75-Minuten-Gespräch, aus dem die Stadtverwaltung ein paar Prüfaufträge mitnimmt – und zunächst einmal zufriedene Teilnehmer: Der Protest der Hundehalter gegen die Steuererhöhung zum Jahreswechsel hat ein Etappenziel erreicht.

SELM

, 03.03.2016, 20:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Organisatorin Katja Overtheil (l.) und Ina Wille (r.) aus Selm diskutierten mit Bürgermeister Mario Löhr über die Erhöhung der Hundesteuer. Die Hunde-Halterinnen ärgerte vor allem die nach 2012 nicht mehr erfolgte Information der Stadtverwaltung, dass die Steuer sich deutlich erhöht.

Organisatorin Katja Overtheil (l.) und Ina Wille (r.) aus Selm diskutierten mit Bürgermeister Mario Löhr über die Erhöhung der Hundesteuer. Die Hunde-Halterinnen ärgerte vor allem die nach 2012 nicht mehr erfolgte Information der Stadtverwaltung, dass die Steuer sich deutlich erhöht.

Bürgermeister Mario Löhr, Beigeordnete Sylvia Engemann, Ordnungsamtsleiter Werner Denz und Stephan Braun (Leiter Geschäftsbuchhaltung) auf der einen, die Hundehalter Katja Overtheil, Heinrich Krömer, Rolf Ohligschläger von „Bürger für Selm“ und Jesaja Michael Wiegard auf der anderen Seite. Beide sind sich ein wenig näher gekommen.

Hundehalter sind zuversichtlich für Steuersenkung

„Obwohl viele meinten, dass ein Gespräch sinnlos sei und man uns nur ruhigstellen wolle, bin ich froh, dass es mir gelungen ist, unvoreingenommen in dieses Gespräch zu gehen“, sagte Katja Overtheil. „Ich habe einen sehr positiven Eindruck bekommen und bin zuversichtlich, dass es Veränderungen in der Hundesteuersatzung der Stadt zugunsten der Hundehalter geben wird.“

Rolf Ohligschläger ergänzte: „Das Gespräch war absolut positiv, die Verwaltung sehr offen gegenüber den Vorschlägen und Forderungen.“ Laut Overtheil habe ihre Seite verschiedene Steuerermäßigungen vorgeschlagen, die so angelegt seien, dass jeder Hundehalter davon profitieren könne. Die Kämmerei ermittelt nun, welche Auswirkungen diese im Haushalt hätten.

Gesprächsbereiter Bürgermeister

Bürgermeister Mario Löhr sagte am Donnerstagabend vor der Politik im Haupt- und Finanzausschuss: „Wir wollen uns demnächst mit der Politik austauschen, welche Vorschläge an uns herangetragen wurden. Die Ergebnisse wollen wir mit der Gruppe dann wieder diskutieren." 

Die Gesprächsatmosphäre sei auf jeden Fall besser als vor einigen Wochen gewesen, so Löhr mit einem Hinweis auf die zum Teil deutlichen Äußerungen während der Demonstration im Dezember.

Satzungsänderung könnte 2017 wirksam werden

Im Mai oder Juni soll es ein weiteres Treffen geben, bei dem die Ergebnisse vorgestellt werden und das Machbare besprochen wird. Eine Satzungsänderung könnte zum 1. Januar 2017 wirksam werden.

 

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