Stand der Dinge bei vier Baugebieten in Selm

Überblick

In Selm kommt der geplanten "Neuen Stadt am Wasser" eine zentrale Bedeutung zu. Doch auch im Ortsteil Bork wird sich in Sachen Wohnbebauung einiges tun. Die Stadt fährt einen dezentralen Kurs, damit attraktiver Wohnraum angeboten werden kann. Wir geben einen Überblick.

SELM

, 30.04.2017, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Bahnhofstraße (Foto oben) in Bork wird bald gebaut. Sehr schnell waren die Grundstücke im Baugebiet „Am alten Teich“ (Foto unten l.) in Bork vermarktet. Wohnbebauung am neuen Nahversorgungszentrum Bork, das derzeit gebaut wird, hat zwar keine kurzfristige Priorität. Langfristig ist dort aber ein Baugebiet denkbar.

Auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Bahnhofstraße (Foto oben) in Bork wird bald gebaut. Sehr schnell waren die Grundstücke im Baugebiet „Am alten Teich“ (Foto unten l.) in Bork vermarktet. Wohnbebauung am neuen Nahversorgungszentrum Bork, das derzeit gebaut wird, hat zwar keine kurzfristige Priorität. Langfristig ist dort aber ein Baugebiet denkbar.

Zwischen Kreisstraße und Selmer Bach

Das Regionale-Projekt „Aktive Mitte“ markiert einen sehr wichtigen Mosaikstein für die Entwicklung der Stadt Selm. Dem geplanten Baugebiet – als „Neue Stadt am Wasser“ einer der Projektbausteine – kommt dabei eine große Bedeutung zu. 

Auf einer 15 Hektar großen, derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche entlang der Kreisstraße „soll langfristig ein lebendiges Wohnviertel entstehen. Die Bebauung wird als private Maßnahme erfolgen und soll in Sachen Qualität und Nachhaltigkeit Standards setzen.“ So liest sich die offizielle Projektbeschreibung auf der Homepage der Regionale 2016.

 

Bahnhofstraße

Ganz aktuell ist der Bebauungsplan für ein Baugebiet an der Bahnhofstraße aufgestellt worden, wie Stadtsprecher Malte Woesmann gegenüber unserer Redaktion bestätigte. „Nun obliegt es dem Grundstückseigentümer/Investor, die Einteilungen vorzunehmen“, lautete die Antwort auf eine entsprechende Mailanfrage der Redaktion.

Das Plangebiet umfasst rund 0,725 Hektar und soll in einer Tiefe von rund 40 Metern entlang der Bahnhofstraße erschlossen werden. Dort, wo einst der PSV Bork auf dem Sportplatz Viktoria-Kampfbahn um Tore und Punkte kämpfte, könnten laut Plan bis zu acht freistehende Wohngebäude entstehen. Den Lückenschluss bezeichnet Woesmann als „sehr offene Bauweise“ wie zum Beispiel im Baugebiet Klockenberg. Auch Mehrfamilienhäuser seien möglich.

 

Lidl/Rossmann

Das Nahversorgungszentrum für die Ansiedlung eines Lidl- und eines Rossmann-Marktes, das derzeit zwischen Netteberger Straße und Ostwall entsteht, könnte Nachbarn bekommen. Es sei „angedacht, ein neues Wohngebiet neben dem Neubau Lidl/Rossmann in Bork zu errichten“, hatte Stadtsprecher Malte Woesmann jüngst gegenüber unserer Redaktion erklärt. Wann kann dort etwas passieren? Woesmann dazu: „Dieses mögliche Baugebiet ist eher langfristig angedacht.“

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Zunächst gehe es in die Umsetzung der Bebauung des Wohnquartiers am Friedhof in Bork. Wie berichtet, beginnen dort in den nächsten Wochen die Erschließungsarbeiten. Im Anschluss an die Umsetzung dieses kleinen Baugebiets folge unter anderem die Neue Stadt am Wasser, so Woesmann weiter. „Erst später könnte eine Bebauung neben dem neuen Einkaufszentrum erfolgen.“

Am Alten Teich

Ohne viel Aufsehen liefert das kleine Baugebiet zwischen Waltroper Straße, Tannen- und Fasanenweg den Beweis, dass Nachfrage nach Wohnraum schnell befriedigt werden kann. Rund zwei Jahre habe es von der Vermarktungsidee bis zum Volllaufen des Baugebiets gedauert, sagt Thomas Scheidle, Immobilienfachmann der Sparkasse an der Lippe.

Das Geldinstitut hatte für einen privaten Investor die Grundstücke vermarktet. Das Tempo der Vermarktung der zehn Grundstücke an Borker, Lüner und Dortmunder Käufer liege an der großen Nachfrage nach Immobilien bei günstigem Zinsniveau.

Neben diesen geplanten Baugebieten in Bork wird es auch auf dem Gelände der ehemaligen Pestalozzischule in Selm Wohnbebauung geben. „Die Politik soll über die Einleitung einer Flächennutzungsplanänderung und über die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschließen“, sagt Malte Woesmann. „Hier ist man also noch ganz zu Beginn des Verfahrens.“

Für die Sitzungen des Ausschusses für Umwelt und Zivilschutz (9. Mai) und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung (11. Mai) werde es dazu eine Verwaltungsvorlage geben.

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