Stele vor dem Selmer Hof ist zurück an ihrem alten Platz - eine weitere folgt bald

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An der Ecke Kreisstraße und Brückenstraße ist im September eine blaue Stele abtransportiert worden. Nun ist sie aber wieder da - und Teil einer größeren Aktion, die bereits seit 2017 läuft.

Selm

, 29.10.2019, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitte September wurde sie abtransportiert, nun ist sie wieder da: die blaue Stele an der Ecke Kreisstraße und Brückenstraße. Seit 16 Jahren stand sie dort, ehe sie von Mitarbeitern der Stadtwerke aus dem Fundament gelöst und weggebracht wurde. Es war nicht das letzte Kunstwerk in Selm, das so erneuert wurde.

„Die ganze Aktion läuft schon seit 2017“, sagt Helmut Jahnke, Vorsitzender des Wirtschafts- und Kulturfördervereins Selm (Wikult). Insgesamt elf Stelen gibt es in Selm.

Im Frühjahr soll gefeiert werden

Seit zwei Jahren wurde eine nach der anderen von den Stadtwerken Selm abtransportiert und zum Malerbetrieb von Bernhard Wulfert an der Gutenbergstraße in Bork gebracht. Mit beiden Unternehmen habe man „eine tolle Kooperation“, sagt Jahnke.

Bei Wulfert wurden die Stelen entrostet und aufgearbeitet. 16 Jahre lang waren sie Wind und Wetter ausgesetzt, was man einigen von ihnen deutlich ansehen konnte. Nun erstrahlen sie aber wieder in neuem Glanz.

Im Frühjahr 2020 sollen die Stelen erneut eingeweiht werden

Die Stele, die an der Kreisstraße in unmittelbarer Nähe zum Selmer Hof stand und nun wieder dort steht, „war die vorletzte“, sagt Jahnke. Nun fehle nur noch die elfte Stele, die sich aber auch schon bei Bernhard Wulfert befinde und zuvor am Hof Baumeister stand.

Stele vor dem Selmer Hof ist zurück an ihrem alten Platz - eine weitere folgt bald

Die Idee für die elf Stelen in Selm kam von einem Kunst-Leistungskurs des Städtischen Gymnasiums. © Pascal Albert

Wenn die Arbeiten an der letzten Stele abgeschlossen sind, „ist die gesamte Stelenmeile generalüberholt“, freut er sich. Das soll auch gefeiert werden -allerdings erst im kommenden Jahr. „Wir wollen auf das schöne Wetter im Frühjahr warten“, erklärt Jahnke. Dann werde es „eine kleine Wiedereinweihung geben“.

Erst waren die Stelen nur kleine Modelle

2003 hatten Schüler und Schülerinnen eines Kunst-Leistungskurses des Städtischen Gymnasiums sie gestaltet. Eigentlich hatten sie sogar nur kleine Modelle entworfen, doch der Wirtschafts- und Kulturförderverein hatte sich dafür eingesetzt, die Modelle in größeren Versionen zu verwirklichen.

Die letztendlich vier Meter großen Stelen wurden dann von dem Unternehmen Metallbau Polenz in Lüdinghausen gestaltet und stehen seitdem an mehreren Stellen in Selm.

Kondenswasser sorgt für Probleme

Die Stelen sind hohl, aber rundum geschlossen. Das führte auf Dauer auch zu einem Problem: Kondenswasser konnte nicht so leicht verdampfen. Dadurch waren die Kunstwerke von innen bereits ziemlich in Mitleidenschaft gezogen.

Das Kondenswasser war jedoch nicht das einzige Problem. Denn auch Aufkleber und Schmierereien hatten den Metallkörpern teilweise ordentlich zugesetzt.

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