Stephanuskirmes: Der Autoscooter wird aufgebaut

Kirmes in Bork

Bis die ersten Fahrgäste beim Autoscooter auf der Stephanuskirmes 2017 über die Fläche flitzen können, ist viel Handarbeit gefragt. Am Donnerstag begann Schausteller Robert Gerste mit seinem Team, das traditionelle Fahrgeschäft aufzubauen, damit zum Start der Kirmes in Bork alles fertig ist.

BORK

, 03.08.2017 / Lesedauer: 3 min

Einen ganzen Tag lang, rund 10 Arbeitsstunden, sind fünf Mann für den Aufbau des sogenannten Mittelbaus im Einsatz. Der Mittelbauwagen trägt das Grundgerüst, eben das „Herzstück“ des Autoscooters. „Der Mittelbauwagen wird hydraulisch aufgeklappt und wird so zur Scooterhalle. Der wird auseinandergeklappt wie ein Buch“, erklärt Schausteller Robert Gerste. Erst danach können alle wichtigen Teile installiert werden.

Allerlei Eisenträger, gehören dazu und natürlich die Bodenplatten, auf denen später die Wagen fahren. Ganze 120 Platten gehören dazu, um die Fläche von 30 mal 17 Metern zu füllen. Zuvor aber installieren Robert Gerste und sein Team den Oberbau, quasi den Dachstuhl des Autoscooters. „Damit wir es bei der Arbeit trocken haben“, sagt Gerste.

Ein Autoscooter kostet neu 450.000 Euro 

Auf den Eisenträgern liegt dann, wenn der Oberbau fertig ist, eine große pinke Kunststoffgewebeplane mit gelben Sternen. Die hat der 39-Jährige höchstpersönlich ausgesucht. Warum gerade pink? „Eine graue Kirmes würde doch nicht gut aussehen“, sagt der Schausteller. 

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Zwischen 7000 und 10.000 Euro muss man für eine neue Autoscooter Gewebeplane berappen. Rund alle sieben Jahre muss das Dach des Scooters ersetzt werden – Wind, Sonne und Wetter setzen der Plane zu, bleichen sie aus. Das ist aber nicht viel, wenn man sich den Preis für das gesamte Fahrgeschäft ansieht: 450.000 Euro kostet ein Autoscooter, wenn man ihn denn neu kaufen würde.

Autoscooter bleiben meist im Familienbesitz

Irgendwo einen „Autoselbstfahrer“, wie es früher hieß, zu bekommen, sei aber gar nicht so einfach. „Ein Schausteller verkauft sein Fahrgeschäft nicht gebraucht“, weiß der 39-jährige Gerste, dessen Autoscooter bereits seit 25 Jahren im Familienbesitz ist.

Auch die nächste Generation steht schon in den Startlöchern: Der 14-jährige Juliano Gerste packt kräftig mit an, kennt die Handgriffe des Aufbaus schon genau. Ein wenig verschmiert im Gesicht geht er dem Team wie selbstverständlich zur Hand.

24 Wagen auf 29,5 Metern Fahrbahnlänge

Wenn alles fertig ist, dann muss auch noch das Kassenhäuschen aufgebaut werden, Lampen, Lichter und Deko installiert werden. Ohne Kassenwagen erreicht der Autoscooter ein Fahrbahnmaß von 29,50 Metern. Insgesamt 24 Wagen können dann bei vollem Kirmesbetrieb gleichzeitig über die Fläche düsen und die Fahrer können sich jagen, anrempeln oder einfach gemütliche Kreise ziehen. 

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