Begrünte Fläche soll an der Südkirchener Straße für mehr Verkehrssicherheit sorgen

rnSicherheit auf Schulweg

Ein Schulweg, der sicherer ist. Das möchte die Selmer Verwaltung mit einer begrünten Einbuchtung an der Kreuzung Südkirchener Straße / Auf der Geist / Werner Straße erreichen. Aber hilft das?

Selm

, 20.06.2019, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport am Montag hat die Verwaltung einen Vorschlag zum Thema Verkehrssicherheit vorgestellt - der für Diskussionen sorgte. Dabei geht es um die Kreuzung Südkirchener Straße / Auf der Geist / Werner Straße. Und um Kinder, die zum Beispiel vom Klockenberg aus auf dem Weg zur Schule hier vorbeikommen und nicht immer den sichersten Weg nehmen, um die Straße zu überqueren, erklärte Kämmerin Sylvia Engemann.

Die Stadt stellte nun folgenden Vorschlag vor: An den Ecken der Kreuzung sollen Ausbuchtungen zur Straße hin mit befestigten Grünstreifen für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Nicht begehbare Grünfläche

Die Grünstreifen sollen dabei so gestaltet sein, dass sie nicht begehbar sind, erklärte Engemann. Gleichzeitig solle an der Innenseite der Ausbuchtung ein geführter Fußweg sein, der von der Straße weglenkt. Eine Lösung, die dafür sorge, dass in den Straßenverkehr nicht eingegriffen werden müsse. „Diese Kreuzung ist ja schon länger Thema“, erklärt Engemann im Gespräch mit der Redaktion.

2016 hatte die SPD einen Prüfantrag beantragt, der klären sollte, ob an der Stelle zur Entschärfung des Verkehrs nicht ein Kreisverkehr entstehen könnte. Damals hatten sich Eltern gemeldet, die ihre Kinder wegen der Verkehrssituation nicht alleine auf den Schulweg schicken wollten. Die Lösung war aber 2017 schließlich durchgefallen, da die Kosten mit etwa einer halben Million Euro zu hoch gewesen wären.

Begrünte Fläche soll an der Südkirchener Straße für mehr Verkehrssicherheit sorgen

Der Entwurf, der im Ausschuss vorgestellt wurde. In grün eingezeichnet sind die begrünten Einbuchtungen © Stadt Selm

25.000 Euro Kosten - geteiltes Echo

Jetzt habe es Hinweise aus der Politik gegeben und damit den Auftrag, an die Verwaltung, einen Vorschlag zu unterbreiten, so Engemann. Dabei habe man auch über eine so genannte Querungshilfe gesprochen. Die mache aber an der Stelle keinen Sinn, erläuterte Engemann, da es dann für die Autos zu eng würde.

Insgesamt würde die Maßnahme rund 25.000 Euro kosten, erläuterte Engemann. Eine gute Lösung, die das Überqueren der Straße, zum Beispiel für Kinder sicherer macht? Darüber waren sich die Ausschussmitglieder nicht einige. „Fakt ist: An der Stelle ist es sehr unübersichtlich“, sagte zum Beispiel Werner Sell („Wir für Selm“).

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Michael Merten (CDU) war sich hingegen nicht sicher, ob die Lösung mit der begrünten Ausbuchtung wirklich eine gute ist. „Übersichtlicher geht es doch gar nicht mehr“, so Merten, „ich kann jeden Teil der Kreuzung überblicken.“ Er glaubt, dass durch den Anbau die Kreuzung für Autofahrer viel unübersichtlicher machen würde.

Das Ergebnis der Diskussion: Das Thema wird an den Fachausschuss, also an den Ausschuss für Stadtplanung übergeben. Dann wird das Thema genauer diskutiert werden. Möglicherweise mit Änderungen. Ein Vorschlag am Montag war zum Beispiel, an der Stelle stärker auf Beschilderung zu setzen.

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