Teil des Strandwegs wird ausgebaut

Baubeginn in diesem Jahr

"Die Entscheidung für einen Ausbau des Strandwegs ist gefallen. Wir können noch über das Wie und Was diskutieren." Lothar Unrast von den Stadtwerken machte zu Beginn der Bürgerversammlung deutlich, dass man die Ausbaupläne nicht mehr verhindern könne.

SELM

von Von Theo Wolters

, 27.09.2011, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Strandweg wird ab diesem Bereich am Haus Seeblick ausgebaut. In Zukunft könnte hier ein Wendehammer entstehen.

Der Strandweg wird ab diesem Bereich am Haus Seeblick ausgebaut. In Zukunft könnte hier ein Wendehammer entstehen.

Beabsichtigt ist der Ausbau des Strandwegs im Bereich zwischen Haus Seeblick und dem Nordufer. „Im Haushalt der Stadt Selm stehen für den Ausbau 700.000 Euro zur Verfügung“, so Lothar Unrast. 90 Prozent der Kosten würden auf die Anlieger umgelegt. „Insgesamt handelt es sich um eine Grundstücksfläche von rund 50.000 Quadratmetern. Dies bedeute für die Anlieger Kosten von rund 15 Euro pro Quadratmeter ihrer Grundstücksfläche“, erklärte Lothar Unrast die anstehenden Kosten. Die Bescheide würden aber wohl erst in drei bis vier Jahren verschickt.

Baubeginn für den Ausbau soll noch in diesem Jahr erfolgen. Man rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. „Der Bereich zwischen Olfener Straße und Haus Seeblick ist noch nicht vorgesehen. Diese Maßnahmen soll in den Investitionsplan der Stadt für 2015 eingestellt werden“, ging Lothar Unrast auf Fragen ein, warum denn nicht der gesamte Bereich ausgebaut werde.Im Rahmen der Maßnahmen wird zunächst der Schmutzwasserkanal teilweise saniert. Die Kosten übernehmen die Stadtwerke. Erneuert werden müssen auch einige Hausanschlüsse. Anschließend wird der Ausbau erfolgen, den Heiner Wortmann vorstellte. Er betonte, man habe versucht, im Kostenrahmen zu bleiben. „So liegen wir rund sechs Euro unter den Kosten, die in Nachbarstädten für solche Ausbauten anfallen.“, so Heiner Wortmann.

Der Bereich wird gepflastert. Vorstellen kann man sich die Farben Grau, Erdton oder Anthrazit. In einigen Bereichen wird es Stellplätze geben. Der Straßenbereich wird eine Breite von fünf Metern haben. Durch Einengungen und auch Baumtore soll Fahrzeugen mit maximal 3,50 Meter Breite die Durchfahrt ermöglicht werden. Auf Dauer soll dieser Bereich des Strandwegs keine Durchfahrtstraße mehr sein. So möchte man am Nordufer durch Baumaßnahmen nur die Durchfahrt von landwirtschaftlichen- und Rettungsfahrzeugen ermöglichen. Wie dies geschehen soll, zum Beispiel durch Poller, steht noch nicht fest.

„Wir haben dort auch die Chance, den Fahrzeugverkehr in den Sommermonaten am Nordufer zu verhindern“, so Lothar Unrast. Im Bereich Haus Seeblick soll es später auch einen Wendehammer geben. Dieser wird aber erst mit dem Ausbau des restlichen Straßenstücks erstellt. Die Bürgerversammlung verlief in einer recht sachlichen Atmosphäre. Lothar Unrast bot den Anliegern auch an, jederzeit bei Ortsterminen über mögliche Probleme zu reden und nach einer Lösung zu suchen.

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