Termin für Urteil im Bandidos-Prozess steht fest

Im Juni

Ein Ende des Bandidos-Prozess am Landgericht Münster - bei dem auch ein Selmer angeklagt ist - steht fest: Die 28. Sitzung des im Januar begonnenen Verfahrens ist am 10. Juni. Für Dienstag war eigentlich noch ein Gerichtstermin angesetzt - der dann doch kurzfristig abgesagt wurde.

SELM/MÜNSTER

24.05.2016, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Landgericht Münster

Das Landgericht Münster

Der für Dienstag, 24. Mai, geplante Gerichtstermin wurde kurzfristig abgesagt, weil kein neuer Verhandlungsstoff mehr vorlag. Weiter geht es nun am 31. Mai. An diesem Tag will die Strafkammer noch einige Beweisanträge der Verteidigung   bescheiden und die Beweisaufnahme beenden.

Plädoyers der Verteidiger sind für den 7. Juni geplant

Zeugen sind keine mehr geladen. Anschließend soll Staatsanwalt Andreas Wigger mit seinem Plädoyer beginnen. Ob auch schon einige der 13 Rechtsanwälte am 31. Mai zu ihrem Schlussvorträgen kommen, bleibt abzuwarten. Für die Plädoyers der Verteidiger ist noch der 7. Juni vorgesehen. Am 10. Juni soll das Urteil gesprochen werden.

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In dem Verfahren wirft die Staatsanwaltschaft den sechs Angeklagten Rauschgifthandel und Drogenproduktion im Umfang von Millionen Euro vor. Es geht um Gewalt, Waffenbesitz und organisierte Kriminalität. Die deutschen, holländischen und englischen Bandidos wohnten bei ihrer Festnahme in Selm, Rheine, Kleve, Emmerich und Barntrup.

Auch Selmer gehört unter zu den Angeklagten

Vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts muss sich auch ein 46-jähriger Selmer verantworten, dem Freunde und Angehörige seit Monaten die Daumen drücken.

Die Männer zwischen 31 und 51 Jahren sollen in wechselnden Beteiligungen von Oktober 2012 bis Mai 2015 Handel mit Kokain, Amphetamin und Marihuana getrieben zu haben. Die Ermittlungen der Polizei begannen im November 2014.

Razzien in mehreren Bundesländern im Jahr 2015

Nachdem sich ein ehemaliger Bandido als Kronzeuge gemeldet hatte, verdichteten sich Hinweise auf mafiöse Strukturen und die Behörden holten zum großen Schlag aus. Am 12. Mai 2015 führten sie gleichzeitig Razzien in mehreren Bundesländern sowie in Finnland und den Niederlanden durch. Nach Angaben des unter Polizeischutz lebenden Kronzeugen soll der Selmer Rocker unter anderem Amphetamin für einen Drogenschmuggel nach Finnland besorgt haben.

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