Kunterbuntes Musiktheaterstück: Der Auftritt des Aha-Theaters bei der Ferienfreizeit in Selm kam gut an. © Lothar Kirchner
Ferienprogramm

Theaterstück im Selmer Sunshine bringt Kindern Zivilcourage näher

Die dreiwöchige Ferienfreizeit unter dem Motto Zeitreisen geht in den Endspurt. Nach zahlreichen Ausflügen und Veranstaltungen bietet die Aufführung eines Musiktheaterstücks den Abschluss.

Nach einem spannenden und abwechslungsreichen Programm für die Kinder der Ferienfreizeit im Jugendzentrum Sunshine, trat zum Finale am Donnerstag (12.8.) eine besondere Gruppe auf. Das Achja-Theater ist zu Gast mit ihrem Musiktheaterstück „Held oder Huhn“.

Im Gebäude des Sunshine standen mehrere Stuhlreihen vor der Bühne. Die Kinder strömten aufgeregt in den Saal. Kurz darauf begann eine fröhliche Musik zu spielen und auf der Bühne tauchte tanzend eine Darstellerin im pinken Kleid auf. Das Kinderpublikum schaute mit großen Augen gebannt zu.

Musiktheater mit Moral

Schnell nahm das Musiktheaterstück Fahrt auf. Die Darsteller sangen und tanzten, bezogen die Kinder mit Fragen in das Theaterstück ein. Diese riefen laut: „Ja!“ oder „Nein!“. Als ein Schauspieler seine Mütze absetzte, erklang Gelächter. „Er hat ja eine Glatze!“, rief ein Mädchen. Mit Witz und Ernsthaftigkeit vermittelte das Theaterstück eine klare Botschaft: Für andere einstehen und nicht tatenlos zuschauen – insbesondere bei Mobbing.

Jessica Jahning, Gründerin des Achja-Theaters und Stückeschreiberin, sagte im Gespräch mit der Redaktion: „Als ich angefangen habe, das Stück zu schreiben, waren nicht Täter oder Opfer daran das Wichtige. Vielmehr haben mich die Mitläufer interessiert, die tatenlos zusehen.“

Ihr Ziel mit dem Stück sei es gewesen, wie sie selbst sagte, den Kindern Zivilcourage nahezubringen. Ihnen zu zeigen, dass jeder für sich selbst, aber auch für andere einstehen könne. Mit Freude stellte sie fest, dass die Kinder während der Aufführung im Sunshine sehr engagiert waren.

Spielerisch mit der Zukunft beschäftigt

Stadtjugendpfleger Benedikt Dorth lobte das Achja-Theater und ist fest entschlossen, es für das kommende Jahr wieder zu buchen. „Die sind einfach Klasse.“ In dieser Ferienfreizeit beschäftigten sich die Kinder spielerisch mit der Zukunft. Dazu kamen die Ausflüge zum Bauernhof Hof Spinne oder in das Selmer Freibad. Oder der selbstgedrehte Science-Fiction-Film, produziert mit Unterstützung von der Mediengruppe Selm. „Es war so genial, dass alle Kinder das Gefühl hatten, mitgewirkt zu haben“, resümierte Benedikt Dorth.

„Ich bin wirklich glücklich, dass alles gut geklappt hat.“

Die Ferienfreizeit sei in diesem Jahr wieder ein Erfolg gewesen, wie Benedikt Dorth sagt: „Die Mühe hat sich gelohnt.“ Besonders dankbar war er dem rund 35-köpfigen Beratungsteam. „Ich bin wirklich froh, dass wir das gemacht haben und dass es trotz der Corona-Situation so gut geklappt hat.“ Das Hygiene-Konzept habe hervorragend funktioniert. „In den gesamten drei Wochen gab es keinen einzigen positiven Corona-Test“, so Dorth.

Ausblick für das nächste Jahr

Der Jugendpfleger verriet zudem erste Pläne für die Ferienfreizeit im nächsten Jahr: „Ich hoffe, dass die Corona-Situation dann soweit beherrschbar ist, dass wir die Vielfalt der Angebote für alle vergrößern können.“ Er hoffe auf die Möglichkeit, größere Gruppen anbieten zu können und so auf die unterschiedlichen Interessen der breitgefächerten Altersgruppen eingehen zu können.

Wenn alles klappt, solle sich dann alles um das Thema „Tiere und Natur“ drehen. Dann beispielsweise mit Ausflügen zur Waldschule nach Cappenberg. Benedikt Dorth möchte den Kindern einen positiven Begriff von Natur näherbringen. Was das gesamte Team des Spielmobils Selm sich hierzu alles einfallen lässt, erfährt man dann im nächsten Jahr.

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