Tierschutz-Skandale im Kreis Unna: Kreis muss endlich Konsequenzen ziehen

Mecke und Prott

Erst Prott, jetzt Mecke. Innerhalb weniger Monate gab es zwei Tierschutzskandale im Kreis Unna. Der Kreis hält sich weiter bedeckt. Das geht so nicht mehr weiter, meint unsere Autorin.

Selm

, 29.07.2021, 10:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Bild stammt aus dem Hof Prott in Selm. Dort wurden Tiere ohne Betäubung geschlachtet. Auch hier hatte die Soko Tierschutz Videoaufnahmen veröffentlicht.

Dieses Bild stammt aus dem Hof Prott in Selm. Dort wurden Tiere ohne Betäubung geschlachtet. Auch hier hatte die Soko Tierschutz Videoaufnahmen veröffentlicht. © Soko Tierschutz

Mir schreckliche Bilder von misshandelten Tieren anzusehen gehört eigentlich nicht zu meinem Berufsalltag. Das hat sich im März geändert. Damals habe ich mir Videos der Soko Tierschutz angesehen, die grauenhafte Schächtungen in Selm zeigen. Nun gibt es erneut Videomaterial der Organisation aus der Region. Dieses Mal bei einer Viehsammelstelle von Mecke in Werne. Wieder sind die Bilder nur schwer zu ertragen.

Und wieder mauert der Kreis Unna. Man könne nichts sagen wegen des laufenden Verfahrens. Klar, gegen den Kreis wird ermittelt, da will man sich nicht selbst in Schwierigkeiten bringen. Aber, selbst wenn man zu konkreten Fragen keine Antworten geben will, so könnte man sich doch dennoch mehr Mühe geben, um zu zeigen, dass man etwas ändern will.

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Zu sagen, man wartet ab, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, um dann zu schauen, was man eventuell ändern kann, das ist nicht viel. Eine Minimal-Anstrengung sondergleichen bei zwei Skandalen riesigen Ausmaßes. Es ist ein Fußtritt gegen alle Betriebe, die rechtmäßig arbeiten und ein gefundenes Fressen für eben genau jene, die illegales tun. So schafft man kein Vertrauen der Verbraucher in Behörden, so hilft man keinen Tieren, die jetzt noch leiden. Leider wiederhole ich mich damit, aber das muss ich wohl. Bis sich auch die schrecklichen Taten irgendwann nicht mehr wiederholen.

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