Friedrich Mülln von Soko Tierschutz erklärt, was sich in dem einem Monat getan hat, nachdem der Schlacht-Skandal beim Schlachthof Prott bekannt geworden ist. © Marie Rademacher
Prott und Mecke

Tierschutzskandale im Kreis Unna: Die Bilder niemals vergessen

Vor dem Kreistag in Unna hat Friedrich Mülln von der Soko Tierschutz gesprochen. Von seiner Beharrlichkeit kann man sich einiges abgucken, findet unsere Autorin.

Acht Monate sind vergangen, seit der Selmer Schlachtbetrieb Prott wegen des Verdachts der Schächtung geschlossen wurde. Wirklich grausame Bilder waren das, die die Organisation Soko Tierschutz damals öffentlich machte. Leider nicht zum letzten Mal: Danach zog der Tierquäler-Skandal bei der Fleischerei Mecke in Werne große Kreise.

Die Anschuldigungen, die die Soko Tierschutz gegen den Kreis Unna in diesen acht Monaten erhoben hat, sind immer die gleichen gewesen: Das Kreisveterinäramt habe nicht gehandelt und auch jetzt tue es das nicht. Personelle Konsequenzen fordert die Organisation.

Manch einer mag das vielleicht ermüdend finden. Immer sagt dieser Friedrich Mülln, der Gründer der Organisation, dasselbe. Ich finde aber: Jemandem, der mit so einer Beharrlichkeit an einer Sache dran bleibt, kann man nur Respekt zollen. Vor allen Dingen, wenn es zu seiner täglichen Arbeit gehört, schlimme Bilder zu sehen und trotzdem niemals den Glauben daran zu verlieren, dass er etwas mit seiner Organisation ändern kann. Als Verbraucher können wir auch das unsrige tun: Indem wir diese Bilder ebenfalls niemals vergessen und entsprechend danach handeln.

Über die Autorin
Redakteurin
Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder