Tiny Houses bis Skateanlage: Fünf Ideen für die Zukunft von Cappenberg

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Wie soll sich Cappenberg entwickeln? Antworten sammeln Planer und Bürger ab diesem Montag, 20. Mai. Vorschläge gibt es schon – auch den, Selms erste Tiny-Houses (Mini-Häuser) anzusiedeln.

Cappenberg

, 19.05.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Name ist etwas sperrig: Integriertes Ortsteilentwicklungskonzept. Das, was sich dahinter verbirgt, ist jedoch alles andere als trockener Stoff: Es geht um Cappenbergs Zukunft. An diesem Montag, 20. Mai, ab 18 Uhr sagen Stadtplaner im Haus Kreutzkamp, Cappenberger Damm 3, was sie sich da alles vorstellen können. Bürgerinnen und Bürger haben bereits im Vorfeld Ideen gesammelt. Das sind die fünf spannendsten Vorschläge.

1. Skateanlage am Zunftbaum

Der Platz unter dem Zunftbaum zwischen Borker Straße und Cappenberger Damm könnte schon jetzt als Treffpunkt der Generationen dienen. Tatsächlich finden sich dort aber meistens nur Pendlerinnen und Pendler ein, die auf den Bus warten. Ein überparteilicher Arbeitskreis aus Thorsten Hoppe, Christoph Böcker, Michael Sonntag und Dr. Bernd Holtwick will das ändern mit überschaubarem Aufwand: Sitzgelegenheiten aus ökologischen Baustoffen, eine große Pergola und eine einfache Skatebahn, „keine hochmoderne Sportanlage“, könnten die Generationen zusammenführen. Auch die CDU, die ihre Ideen bereits im Februar öffentlich gemacht hatte, wünscht sich eine Skateanlage.

2. Durchgangsverkehr aus dem Dorf heraushalten

Übereinstimmung zeigen die CDU und der Arbeitskreis um den ehemaligen Sozialdemokraten Hoppe auch bei Fragen des Verkehrs: Der LKW-Verkehr über 7,5 Tonnen soll als Durchgangsverkehr aus Cappenberg verschwinden. Und an der Zufahrt zum Vereinsgelände von Grün-Schwarz Cappenberg (GSC) soll der Cappenberger Damm einen Zebrastreifen erhalten.

3. Tiny Houses in Cappenberg ermöglichen

Der Trend zu Mini-Häusern könnte auch Cappenberg erreichen. Nachdem Dortmund die Weichen gestellt hatten für die erste Tiny-House-Siedlung in NRW, will auch die Gruppe um Thorsten Hoppe den Weg frei machen dafür. Tiny Houses sind bestimmt für Menschen, die nicht 200 Quadratmeter Wohnfläche benötigen, sondern nur etwa 40, aber dennoch ein Eigenheim anstreben.

Wenn jetzt auf Cappenberg die Weichen gestellt werden für eine Bebauung am Cappenberger-Damm gegenüber des Feuerwehr-Gerätehauses, solle aber nicht nur diese neue Wohnform berücksichtigt werden, sondern auch ein Angebot speziell für Senioren. Das wünscht sich auch die CDU.

4. Dorfgemeinschaftshaus für die Vereine

Ob CDU oder Hoppe-Arbeitskreis: Beide wünschen sich ein Dorfgemeinschaftshaus. Am besten nahe der Feuerwehr, wo sich – ob beim Adventsmarkt oder Sommer-Events – regelmäßig viele Cappenberger versammeln.

5. Touristisches Potenzial besser nutzen

Was Cappenberg auszeichnet, ist seine Lage mit Wald, Schloss und Stiftskirche. Das Touristen noch besser zugänglich zu machen, wünschen sich beide Bürgergruppen. Die CDU kann sich dazu auch eine Reaktivierung der Minigolfanlage vorstellen.

Zur Info

Die Bürgerversammlung

  • Die Stadt Selm hat das Büro plan-lokal Körbel + Scholle Stadtplaner PartmbB aus Dortmund mit der Erstellung eines „Integrierten Ortsteilentwicklungskonzeptes“ für Cappenberg beauftragt.
  • Die Vorstellung eines ersten Entwurfes hierzu soll in einer Bürgerversammlung erfolgen. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
  • Die Sicht der Bürgerinnen und Bürger soll in den Planungsprozess einbezogen werden. Die Versammlung findet am Montag, 20. Mai, ab 18 Uhr im Haus Kreutzkamp statt.
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