Tischtennisplatte am Skateplatz zerstört: Unbekannte richten 2500 Euro Schaden an

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Schon wieder ist es am Selmer Skatepark zu Vandalismus gekommen. Eine Tischtennisplatte wurde irreparabel beschädigt. Die Stadt hofft dennoch, eine Strategie gegen den Vandalismus zu haben.

Selm

, 31.08.2019, 13:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt drei Videokameras sollen den Skatepark am Campus aktuell vor Vandalismus schützen. Sobald das Jugendzentrum Sunshine wieder bezugsfertig ist, wird auch dort eine weitere Kamera installiert werden, wie Burkhardt Nabakowski von der Stadt Selm mitteilt.

Trotzdem: Die bereits bestehenden Kameras konnten einen noch unbekannten Täter nicht davon abhalten, sich zwischen Dienstag und Mittwoch am Skateplatz auszutoben. Eine der Tischtennisplatten ist „umgeworfen und irreparabel beschädigt worden“, teilt die Stadt mit. Insgesamt sei ein Schaden von 2.500 Euro entstanden.

Die Aufnahmen der Kameras am Umkleidegebäude müssten noch ausgewertet werden, so Burkhardt Nabakowski. Die Stadt habe Anzeige erstattet und behalte sich weitere rechtliche Schritte vor. Ob es eine neue Tischtennisplatte geben werde, sei noch unklar.

Tischtennisplatte am Skateplatz zerstört: Unbekannte richten 2500 Euro Schaden an

Diese Tischtennisplatte am Skatepark steht noch. © Sabine Geschwinder

Skateplatz als beliebter Treffpunkt

Der Skateplatz ist seit dem Stadtfest im vergangenen Jahre geöffnet und wird von Profi- sowie Hobbyskatern gut frequentiert. Bereits im vergangenen Jahr war es am Skatepark mehrfach zu Vandalismus gekommen. Steine waren vom Dach der angrenzenden Sporthalle geworfen worden, Glasscherben lagen auf der Skatebahn und drumherum auch weiterer Müll.

Der Vandalismus gehe aber nicht von ihnen aus, betonten einige Skater, sondern eher von Jugendlichen, die den Skateplatz nicht zum Skaten, sondern als Treffpunkt nutzen. So sieht es auch die Stadt: „Auch der Polizei ist der Bereich der Skateanlage als Treffpunkt bekannt, der nicht nur Skater, sondern auch Menschen mit Hang zur Zerstörungswut anzieht“, so Nabakowski. Deshalb fänden auch weiterhin verstärkt Kontrollen durch das Ordnungsamt statt.

Ende des Jahres war die Anlage auch kurzzeitig gesperrt, allerdings nicht wegen Vandalismus, sondern aus Sicherheitsgründen. Die Stadt hatte damals entdeckt, dass sich an einigen Stellen Kanten und Risse gebildet hatten, die ausgebessert werden mussten.

Mehrere Tausend Euro Schaden durch Vandalismus

Bei der Stadt entstehen jährlich mehrere Tausend Euro Schäden durch Vandalismus. Bei der Bekämpfung helfen Videokameras, so Nabakowski. „Nach einiger Zeit der Nutzung von Videoüberwachungssystemen an drei Selmer Schulen und dem Bürgerhaus kann man die abschreckende Wirkung der Videoüberwachung trotz einzelner Vorkommnisse erkennen: An den Objekten, an denen Videoanlagen installiert wurden, zeigen sich deutliche Abnahmen von Sachbeschädigungen“, sagt Nabakowski.

Eine weitere Hoffnung in Sachen Vandalismus-Bekämpfung steht zudem in unmittelbarer Nähe zum Skatepark: das Sunshine. Ist das wieder mit Besuchern und Mitarbeitern gefüllt, so die Hoffnung, sind Randalierer leichter abgeschreckt. Das Jugendzentrum soll im Herbst fertig werden.

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