Tomaten: Mit diesen Tipps gelingt eine reiche Ernte

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In Gärten und auf dem Balkon sind Tomaten sehr beliebt. Allerdings benötigt die Pflanze auch Pflege. Mit einfachen Tipps kann der Ertrag der Pflanze gesteigert werden.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 18.07.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Gartenzeit ist die Tomate bei vielen ein beliebtes Gemüse. Wie jede andere Pflanze will auch die Tomate richtig gepflegt werden. Das verhindert nicht nur Krankheiten, sondern steigert auch den Ertrag.

Unbegrenztes Wachstum

Besitzer von Tomatenpflanzen wissen: Der Haupttrieb der Pflanze wächst ununterbrochen. Das Gewächs steckt jedoch so viel Energie in die Produktion von Blättern und Trieben, dass die Bildung von Früchten nur langsam voran geht.

Auch in der Gärtnerei Lohmann in Vinnum kennt man das Problem. Claudia Lohmann gibt einen Tipp, wie man dem begegnet: „In den Blattachseln entstehen Triebe, die man bei einer Länge von etwa fünf Zentimetern ausbrechen muss.“

Wer eine Pflanze sucht, die nicht dauerhaft wächst, ist mit einer Buschtomate gut beraten. Diese eignet sich deshalb meist auch gut für den Balkonkasten. „Bei Buschtomaten hat man aber nicht so eine große Vielfalt“, merkt Lohmann an.

Viel Sonne, kein Regen

Bei der Wahl des richtigen Standortes ist vor allem eines wichtig: „Die Tomate steht gern in der Sonne“, so Lohmann. Zu viel davon ist dann aber auch wieder nicht gut: „Wenn die Sonneneinstrahlung zu extrem ist, kann die Fruchtbildung leiden.“ Bei Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad fühlen sich Tomaten am wohlsten.

Was die Tomate nicht gut verträgt, ist Regen. „Das mag sie nicht, wenn sie ständig von oben nass wird“, weiß Lohmann. Daher sollte die Pflanze unter einem Dach stehen. Beim Gießen müsse zudem darauf geachtet werden, dass nur die Erde am Stamm bewässert wird und nicht Blätter oder Früchte.

Als Erde empfiehlt Claudia Lohmann eine Bio-Tomatenerde. Dadurch würden die Wurzeln optimal mit Sauerstoff versorgt. Zudem habe die Erde ein gutes Wasserhaltevermögen. Organischer Dünger sorgt zusätzlich für Nährstoffe.

Regelmäßiges gießen verhindert Platzen der Früchte

Beim Gießen müsse dennoch darauf geachtet werden, dass die Tomatenpflanze regelmäßig gewässert wird. „Am besten gießt man die Tomaten morgens, damit sie den Tag über genug Wasser haben“, rät Lohmann. Eine gleichmäßige Feuchte sei ideal, um einen hohen Ertrag zu erzielen.

Wird nur selten gegossen, kann es dagegen passieren, dass die Früchte aufplatzen. Das passiert vor allem dann, wenn nach einer Trockenphase viel gewässert wird.

Zwar ist die Tomate ein richtiger „Säufer“, zu viel Wasser bekommt der Pflanze aber auch nicht. Staunässe macht die Tomaten anfällig für Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule.

Krankheiten und Schädlinge lassen sich bekämpfen

Diese Krankheit erkennt man an schwarz-braunen Flecken der Blätter und Früchten. Später fangen die Blätter an zu welken. Befallene Blätter und Früchte müssen sofort entfernt werden.

Ein Hausmittel gegen das Auftreten von Kraut- und Braunfäule ist ein Spritzmittel aus zerhackten Rhabarberblättern. Die werden mit kochendem Wasser übergossen, anschließend ausgesiebt und auf die Pflanze gesprüht.

Gegen Schädlinge wie die Spinnmilbe setzt die Gärtnerei Lohmann Mikroorganismen ein, mit denen die Pflanzen behandelt werden. „Diese biologische Methode kann man auch zu Hause anwenden, um Schädlingsbefall vorzubeugen“, verrät Claudia Lohmann.

Lüftung im Gewächshaus wichtig

Bei vielen beliebt ist eine Tomatenzucht im Kleingewächshaus. Auch hier kann es zu unterschiedlichen Problemen kommen. Eines ist die schlechte Durchlüftung der kleinen Häuschen.

Eine gute Durchlüftung ist aber besonders zur Blüte der Pflanze wichtig, um eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden. Die nimmt negativen Einfluss auf die Befruchtung der Tomatenpflanze, was sich dann auf den Ertrag auswirkt.

„Wenn man die Tomaten düngt, sie regelmäßig gießt und den richtigen Standort wählt, hat man aber schon das meiste getan, damit die Tomate gesund bleibt“, weiß Claudia Lohmann. Dann steht auch einer reichen Ernte nichts mehr im Wege.

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