Torsten Sträter unterhält wie ein alter Freund: So war sein Auftritt im Bürgerhaus Selm

rnComedy im Bürgerhaus

Torsten Sträter sinnierte im Selmer Bürgerhaus über seine Rolle als Vater, Begegnungen mit Prominenten, Depressionen, Versicherungen, Zucker, das Kindsein oder den Klimawandel.

Selm

, 20.10.2019, 12:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im vollen Bürgerhaus ist am Samstagabend (19. Oktober) Torsten Sträter aufgetreten. Der aus diversen Fernsehformaten bekannte Künstler präsentierte sich mit viel Witz und Spontanität. Sein neues Programm heißt „Schnee, der auf Ceran fällt“.

„Dies ist eine sogenannte Vorpremiere. Ich gucke immer noch, was funktioniert“ sagte er. „Bewusst und sehenden Auges habe ich mir dafür Orte herausgesucht, die nahe an meinem Zuhause sind. Dann habe ich nicht so eine lange Strecke, wenn ich später weinen muss“, erklärte der in Waltrop beheimatete Künstler. Nicht verwunderlich, dass er auch mit lockeren Sprüchen zum lokalen Umfeld punktete.

„Was machen Sie sonst hier? Schlachtungen?“

Wie viele Künstler vor ihm lobte er das Ambiente im Bürgerhaus. „Die Halle ist schön, was machen sie sonst hier? Schlachtungen?“, scherzte er im Hinblick auf die oberen Plätze.

Torsten Sträter unterhält wie ein alter Freund: So war sein Auftritt im Bürgerhaus Selm

Die Veranstaltung im Selmer Bürgerhaus war ausverkauft. © Beate Dorn

Requisiten brauchte Sträter nicht. Wie ein guter Freund erzählte er witzige Geschichten und verriet viel Persönliches. Er sinnierte über seine Rolle als Vater, Begegnungen mit Prominenten, Depressionen, Versicherungen, Zucker, das Kindsein oder den Klimawandel. Flache Comedy und intelligente Pointen wechselten sich ab. Auch wenn Sträter immer wieder abschweifte, verlor er nie den Faden.

Mit einer grandiosen Mischung aus Kabarett und Comedy lief Stäter im Laufe des Abends zur Höchstform auf. Das Publikum lachte herzhaft.

In der Pause rauchte der Künstler vorm Bürgerhaus eine Zigarette

„Ich lache eigentlich eher selten. Aber Sträter spult nicht einfach so sein Programm ab. Er ist spontan und trifft genau meinen Humor“, sagte Andrea Schenk. Bereits vor einem Jahr hatte sie für sich und ihren Begleiter die Eintrittskarten gesichert. Auch ihr Begleiter war sichtlich begeistert von dem Auftritt des Künstlers. „Ich finde es wichtig, ihm persönlich eine positive Rückmeldung zu geben, damit er so weitermacht“, sagte er.

In der Pause wäre dazu Gelegenheit gewesen, denn Sträter versteckte sich nicht. Vor dem Bürgerhaus rauchte er genüsslich eine Zigarette und plauderte ungezwungen mit den Gästen.

Auch für Karin und Hans Wilhelm Kruch war es ein besonderer Abend. „Wir haben die Karten zur Goldhochzeit geschenkt bekommen und sind dankbar für den schönen Abend, den wir hier verleben dürfen“, erzählten sie.

Dass Sträter in dem Programm humorvoll seine Lebensgeschichte mit vielen Hochs, Tiefs, Missgeschicken und Zufällen erzählt, erklärt letztlich auch den eigenwilligen Namen des Programms.

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