Nicht nur laute Tuner und JP Performance nutzen das Testzentrum Lasise

rnTestzentrum Lasise

Seit vergangenem Jahr kooperiert das Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherheit mit der Fachhochschule Dortmund. Doch noch eine weitere Gruppe profitiert von der Zusammenarbeit.

Bork

, 07.09.2019, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen Monaten stand die Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm gGmbH (Lasise) mehrmals im Mittelpunkt. Grund war meist der Ärger einiger Anwohner über die Lautstärke und speziell über den aus dem Fernsehen bekannten Tuner Jean-Pierre Kraemer, alias JP. Doch es gibt auch andere Gruppen, die auf dem Lasise-Gelände anzutreffen sind.

„Wir wollen einen Transfer zwischen Hochschulen und Unternehmen herstellen“, erklärte Isabel Stasinski von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG). Die hatte nämlich zu einer Veranstaltung zum Thema „Ladungssicherheit jetzt und in Zukunft“ eingeladen.

Unternehmen nutzen das Angebot zur Weiterbildung ihrer Mitarbeiter

Zehn Unternehmen waren der Einladung gefolgt, darunter beispielsweise auch der Paketversand DHL. Allerdings waren nicht alle Teilnehmer Paketboten oder LKW-Fahrer. Auch einige Lager-Arbeiter und Belader nahmen an der Veranstaltung teil. Es sei eine gute Gelegenheit, „um sich extern weiterzubilden“, sagte Teilnehmer Christian Hesse.

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„Für uns ist es wichtig, mit den Forschungs- und Technologiezentren was zu machen“, sagt Stasinski. „Wir wollen aus der Forschung Informationen an die Unternehmen weitergeben.“ Und dazu informierten zwei Redner die Teilnehmer. Prof. Dr.-Ing. Yves Rosefort war von der Fachhochschule Dortmund vor Ort und hielt einen Vortrag mit der Frage „Neue Antriebstechnologien - neue Ladungssicherung?“.

„Wir sind eher Generalisten und keine Fachexperten“

Die Dortmunder Fachhochschule und das Testzentrum Lasise kooperieren bereits seit dem vergangenem Jahr miteinander. „Wir haben auch Büros hier angemeldet“, erzählte Rosefort, dessen Arbeitsgebiet der Bereich der Fahrzeugantriebe ist. Und auch bei Forschungsanträgen werde eng mit dem Lasise zusammengearbeitet. Dadurch profitieren beide Seiten von der Kooperation.

Nicht nur laute Tuner und JP Performance nutzen das Testzentrum Lasise

Prof. Dr.-Ing. Yves Rosefort von der Fachhochschule Dortmund war am Freitag zu Gast auf dem Lasise-Gelände. © Pascal Albert

Auf den Vortrag von Yves Rosefort folgte der Lasise-Projektingenieur Marc Weiß mit einem Praxisbericht zu „Fördermöglichkeiten von Verladeanweisungen und Co. durch die öffentliche Hand“. Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmer auch noch das Lasise-Gelände an der Straße Auf der Koppel und erhielten Einblicke in die praktische Forschungsarbeit.

Die Veranstaltung auf dem Lasise-Gelände war nicht die erste dieser Art und soll auch nicht die letzte sein, verriet Isabel Stasinski. „Wir versuchen, so was regelmäßig und mehrmals im Jahr anzubieten“, sagte sie. Dabei sei es der WFG auch immer wichtig, Experten miteinbeziehen. „Wir sind eher Generalisten und keine Fachexperten“, erklärte Stasinski.

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