Umbau der Dreifachhalle zu Multifunktionshalle: Eröffnungstermin steht

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Die Dreifachhalle am Campus Süd in Selm ist ein Schandfleck. Noch. Der Architekt, der den Umbau plant, hat jetzt den möglichen Eröffnungstermin der künftigen Multifunktionshalle genannt.

Selm

, 10.09.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem symbolischen Spatenstich haben Vertreter aus Politik, Verwaltung und Planungsbüros am Donnerstag, 10. September, quasi den Start für den Umbau der Halle markiert. Obwohl: Die Entkernungsarbeiten sind bereits im Gange. In drei Bauabschnitten soll sich die Halle verwandeln. Der Abriss des Vorbaus und später des Daches, der Umbau des bestehenden Gebäudes und der Neubau eines Traktes, der bis an den Campusplatz heranrückt, und der Umkleiden: Das sind die Schritte, die zu gehen sind.

Architekt Karl-Heinz Dörenkämper nannte Mitte 2022 als möglichen Eröffnungstermin.

Architekt Karl-Heinz Dörenkämper nannte Mitte 2022 als möglichen Eröffnungstermin. © Arndt Brede

Elf bis zwölf Millionen Euro sind kalkuliert, sagte Bürgermeister Mario Löhr. Mit Blick auf den Architekten Karl-Heinz Dörenkämper sagte er schmunzelnd: „Aber verbauen Sie bitte nicht die ganze Summe, wir haben da noch eine Reserve reingerechnet.“

Völlig verändertes Gebäude

Aber auch wenn das Architekten-Büro Dörenkämper und Ahling und die Roxeler Ingenieursgesellschaft nicht die ganze Summe nutzen, dürfte es ein Gebäude werden, das so ganz anders sein wird als die alte Halle. Eine Fassade, die sich an die Gestaltung der Gebäude am Campus anlehnt, große Fensterflächen: Nur zwei von vielen Merkmalen eines völlig anderen Gebäudeensembles.

Die vorbereitenden Arbeiten sind in vollem Gange.

Die vorbereitenden Arbeiten sind in vollem Gange. © Arndt Brede

Es wird eine neue Tribüne für rund 400 Menschen im ersten Geschoss geben, wie Dörenkämper sagt. Auch innen in der für Sport nutzbaren Halle werde es eine mobile Tribüne geben. Neue Umkleiden, ein Veranstaltungszentrum, eine externe Gastronomie machen die Multifunktionalität aus. Die gute Nachricht für Schulen wie zum Beispiel das benachbarte Städtische Gymnasium: „Es werden dort Abiturbälle möglich sein“, sagt Bürgermeister Mario Löhr.

Public Viewing denkbar

In Sachen Gastronomie gebe es Gespräche mit einer Brauerei, die Interesse daran habe, in der Halle eine Gastronomie zu etablieren. Und: „Wir planen an der Fassade zudem eine LED-Leinwand, auf der wir vielleicht Public-Viewing anbieten werden“, erklärte Mario Löhr.

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Die gesamten Arbeiten werden so ausgeführt, dass der Schulbetrieb nebenan nicht gestört wird, sagt Architekt Dörenkämper. Wenn das Erweiterungsgebäude gebaut werde, werde es einen abschließbaren Zaun geben.

So wie auf dem Plan soll sich die Dreifachhalle in eine Multifunktionshalle verwandeln.

So wie auf dem Plan soll sich die Dreifachhalle in eine Multifunktionshalle verwandeln. © Arndt Brede

Laut dem Architekten liege der Blickpunkt auch auf der Barrierefreiheit und auf den Hygiene- und Gesundheitsstandards. „Wir können den Ein- und Ausgangsbereich zu jeweils einer Einbahnstraße machen“, sagte er mit Blick auf Situationen wie durch die Corona-Pandemie.

Die Arbeiten sollen Mitte 2022 abgeschlossen sein. So sieht es der Zeitplan vor. Unwägbarkeiten erwartet Dörenkämper auf Nachfrage der Redaktion nicht: „Große Frostperioden hat es in den letzten Jahren ja nicht gegeben.“

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