Umbau der Lutherschule startet im nächsten Jahr

Für 17 Wohnungen

Nach der Schließung der Lutherschule im Jahr 2009 gibt es jetzt konkrete Pläne für die Umwandlung des Geländes: Das ehemalige Schulgebäude wird nächstes Jahr zu bezahlbarem Wohnraum umgebaut. Außerdem sollen auf dem Schulhof zwei Neubauten entstehen.

SELM

, 17.11.2016, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
In den Seitenteilen der ehemaligen Lutherschule entstehen größere Wohnungen.

In den Seitenteilen der ehemaligen Lutherschule entstehen größere Wohnungen.

Bereits im Jahr 2012 hat die Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS), das Gelände rund um die Lutherschule gekauft. Jetzt gibt es Pläne, wie die Umwandlung des Schulraums in Wohnraum aussehen soll. Besonderes interessiert daran, sind die Anwohner des Gebiets. Etwa 100 Menschen kamen am Mittwochabend in die Burg Botzlar zu einer Informationsveranstaltung. Der Verein Bürger für Selm hat die Versammlung organisiert

„Anwohner sind an uns mit dem Wunsch herangetreten, einmal etwas über die Pläne zu erfahren“, erklärte Vorstandsmitglied Horst Goddinger. Rund 100 Unterschriften seien gesammelt worden. „Wir haben diese dem Bürgermeister überreicht, der sofort seine Bereitschaft signalisierte, die Pläne der UKBS vorzustellen“, so Horst Goddinger.

Mario Löhr erklärte, man sei froh, dass die UKBS in dem Gebäude und auf dem Gelände günstigen Wohnraum schaffe. Löhr: „Wir brauchen in Selm Wohnraum, wo ein Quadratmeter zwischen 4,50 und 6 Euro Miete kostet.“ Ziel der Stadt sei es gewesen, das Gebäude und die Fassade in seinem jetzigen Zustand zu erhalten. Dies gelinge durch die Pläne der UKBS.

Wohin mit den Autos?

Löhr: „Es wird ein Schmuckstück für Selm werden.“ Die UKBS plant nicht nur den Umbau der Schule zu Wohnungen, sondern möchte auf dem Schulhof zusätzlich zwei zweigeschossige Gebäude errichten. In jedem Gebäude würde es zwei Wohnungen über zwei Etagen geben. Löhr: „Es müssen natürlich ausreichende Stellplätze für die Bewohner geschaffen werden.

„Die UKBS plant so auch den Bau einer Tiefgarage, wobei die Anfahrt über die Körnerstraße erfolge. Auf die Frage von Anwohnern, über welche Straßen denn der Baustellenverkehr führen werde, erklärte Löhr, dies werde man mit den Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt besprechen. Der Bürgermeister betonte, die jetzige Gebäudehöhe werde nicht überschritten. „Es gibt nun erst einmal einen ersten Entwurf“, so der Bürgermeister.

Die Frage der Finanzierung

Mit ihm werde sich die Bauverwaltung beschäftigen und darauf achten, dass alle Vorschriften wie Abstand zu anderen Gebäuden eingehalten werde. Löhr: „Anschließend wird sich auch die Politik noch mit dem Thema befassen. Er gehe davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte Baubeginn sein könne. Man reche mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren.

Die Finanzierung durch die UKBS ist gesichert. Wie Wolfgang Steinberg, Aufsichtsratsmitglied, mitteilte, habe der Aufsichtsrat bei seiner letzten Sitzung die finanziellen Mittel genehmigt. 

Der neu entstehende Wohnraum im Überblick
Erdgeschoss: 4 Wohnungen mit 60 Quadratmetern; 2 Wohnungen mit 100 Quadratmetern, alle mit Terrasse.
1. Etage: 4 Wohnungen mit 60 Quadratmetern, 1 Wohnung mit 93 Quadratmetern und 1 mit 100 Quadratmetern, alle mit Balkon.
Dachgeschoss: 1 Wohnung mit 122 Quadratmetern, 1 Wohnung mit 110 Quadratmetern, beide mit Loggia.
Neubauten: 2 Neubauten mit jeweils einer Wohnung mit 86 Quadratmetern und 83 Quadratmetern.

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