Video: So klingt der Kirchenchor St. Ludger Selm

Chorserie

Es gibt etwas, das die Frauen und Männer des Kirchenchors St. Ludger verbindet: die Musik. Klingt wie eine Binsenweisheit. Wird aber dann zu etwas Besonderem, wenn man die Altersspanne der 51 Sänger kennt: Sie reicht von 43 bis 89 Jahren.

SELM

, 28.01.2017, 05:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jüngst hat der Chor Zuwachs bekommen. „Von Leuten, die 76 sind“, sagt Stephan Brenner, Sprecher des Chores. Er sagt das, als ob es das Einfachste der Welt wäre, Sänger in dem Alter dazu zu motivieren, sich einem Chor anzuschließen. Dann muss es wohl noch mehr sein als die Musik allein, die den Klangkörper zusammenschweißt.

Möglicherweise liegt es daran, dass beim Kirchenchor der katholischen Kirchengemeinde St. Ludger Konfession keine Rolle spielt, wie Stephan Brenner ausführt. „Wir haben auch evangelische und Nichtchristen dabei.“ Zudem sei der Chor offen für jeden, „egal, ob er schon mal in einem Chor gesungen hat oder nicht.“ Deshalb könne jemand, der 43 ist, neben jemandem singen, der 89 ist.

Die Generationen profitieren voneinander. „Unser Chorleiter Martin Kopp macht das so gut, dass die jungen Semester bei den neuen Liedern, die der Chor noch nicht kennt, gefordert werden und die alten Semester nicht überfordert werden.“

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Chorserie - Kirchenchor St. Ludger Selm

Wer singt in Selm - und was überhaupt? In einer Serie stellen wir die einzelnen Chöre vor. Deshalb haben wir auch den Kirchenchor St. Ludger besucht.
27.01.2017
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Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
Der Kirchenchor St. Ludger bei der Arbeit. Gemeinsam mit Leiter Martin Kopp feilen die Frauen und Männer am Repertoire.© Foto: Arndt Brede
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Bedeutung für die Gemeinde ist dieselbe geblieben

In all den Jahrzehnten, in denen der Chor seit Gründung 1899 besteht, hat sich seine Bedeutung für die Kirchengemeinde nicht verändert. „Durch alle schwierigen und guten Zeiten, die die Gemeinde erlebt hat, hat es immer wieder Menschen gegeben, die zusammengehalten und weiter gesungen haben“, erklärt Stephan Brenner. Und für die Hochfeste und die Messen sei es wichtig, dass sie festlich sind. Und das ist viel einfacher, wenn der Chor singt, als wenn nur mit Orgelbegleitung gesungen würde.“

Wobei es für den Kirchenchor schon ein Unterschied sei, ob er einen Gottesdienst oder ein Hochfest begleite: „Im normalen Gottesdienst nehmen wir Lieder mit rein, die wir im Wechsel mit der Gemeinde singen. An den Hochfesten singen wir meistens Messen, Mozart, Haydn et cetera, und versuchen, ein kleines Instrumentalensemble dazu zu bekommen.“ Egal, ob Messe oder normaler Gottesdienst: Die Probenarbeit ist intensiv. „Wir versuchen, sehr konzentriert zu arbeiten; dazu hält uns Martin Kopp auch an“, sagt Brenner und lächelt. Gelegenheit, miteinander zu reden, gebe es natürlich auch.

Doch auch über die reine Probenarbeit hinaus verbindet einiges die Sänger. „Wir bezeichnen uns als Chorfamilie“, erklärt Stephan Brenner. „Es gibt eine kleine Karnevalssitzung mit eigenen Beiträgen, den Maigang, im Somer Fahrradtouren und Chorausflüge.“ Das bringe viele gemütliche Stunden.

Steckbrief: Das ist der Kirchenchor St. Ludger
Gründungsjahr: 1899
Genre(s): geistliches Liedgut, weltliche Lieder
Mitgliederzahl: 51
Probe: dienstags 20 bis 22 Uhr, Ludgerihaus, Ludgerikirchplatz
Kontakt: Stephan Brenner, Tel. 02592/240870, info@kirchenchor-stludger-selm.de
Internetseite:
 

Reaktionen gibt es meistens direkt nach der Messe

Das ist aber nicht das Einzige, was die Sänger glücklich macht. „Meist bekommen wir die Reaktionen auf unsere musikalischen Leistungen ad hoc, direkt nach der Messe“, sagt Brenner. Sei es, dass das Publikum applaudiert, sei es, dass es auch kritische Stimmen gebe, die sagen, was gut und was schlecht war. In den meisten Fällen sei die Resonanz aber positiv. Sogar aus den eigenen Reihen: „Ein Chormitglied war verhindert und saß unten in der Kirche, als wir gesungen haben. Er hat gesagt: ,Ich kann mich glücklich schätzen, in dem Chor mitsingen zu dürfen‘.“

Um die eigene Leistung besser beurteilen können, brennen die Sänger Aufnahmen auf CD, um zu hören, wie der Chor klingt.

Um das auch in die richtigen Bahnen zu lenken, hat Martin Kopp unumstritten das Dirigat. Stimmübungen am Anfang der Proben lockern die Sänger und deren Stimmen. Doch dann fördert und fordert Kopp seinen Chor. In diesem Jahr bereiten sich die Sänger auf ein besonderes Ereignis vor: eine Messe von Giovanni Pierluigi da Palestrina. Um diese Messe zum Cäcilienfest am 25. November um 17 Uhr in der St.-Ludger-Kirche gemeinsam mit Instrumentalisten aufführen zu können, bietet der Chor den Kirchenchor Plus an, einen Projektchor also. Manchmal muss es eben etwas mehr sein. 

Selmer Chorserie
Viele Mädchen und Jungen, Frauen und Männer aus Selm widmen sich in ihrer Freizeit dem schönen Gesang. Und machen damit vielen Menschen eine große Freude. Deshalb würdigen wir Chöre aus Selm, Bork und Cappenberg in den nächsten Wochen in einer Serie. Wir besuchen Chorproben, unterhalten uns mit Vorständen und Sängerinnen und Sängern. Wir schießen Fotos und nehmen Videos auf. 

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